Kinderarmut halbieren und Sozialhilfegesetz neu schreiben

Vorarlberg / 18.04.2021 • 19:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bei allem Verständnis für die Bedeutung der Coronapandemie: Der künftige Gesundheitsminister sei auch Sozialminister und dürfe sozialpolitische Themen nicht außer Acht lassen, sagt Michael Diettrich, Sprecher der Armutskonferenz in Vorarlberg. Die Caritas Vorarlberg sieht vor allem drei Themen im Vordergrund, auf die sich Wolfgang Mückstein abseits des Pandemie-Krisenmanagements konzentrieren sollte. „Es braucht dringend Initiativen gegen die Kinderarmut und für mehr Chancengerechtigkeit“, sagt Caritas-Direktor Walter Schmolly. Mehr als 230.000 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren sind laut Statistik Austria in Österreich armutsgefährdet. „Corona hat die vielfältigen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen erheblich verschärft. Ziel sollte eine Halbierung der Kinderarmut bis zum Ende der Legislaturperiode sein.“ Außerdem habe das aktuelle Grundsatzgesetz des Bundes zur Sozialhilfe Überarbeitungsbedarf. Vielleicht wäre gar eine Neufassung notwendig, um den Ländern eine angemessene Ausgestaltung der Sozialhilfe zu ermöglichen. „Die Unterstützung muss sich an den Lebensrealitäten der Familie orientieren“, hält Schmolly fest. Er hofft außerdem, auf einen erfolgreichen Ausgang, des Pflegereform-Prozesses. VN-mip

„Es braucht Initiativen gegen die Kinderarmut und für mehr Chancengerechtigkeit.“