Kein Trübsal im Mittelwald

Vorarlberg / 19.04.2021 • 22:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Bernhard Kleber will die Initiative zurückgewinnen. VN/Rauch
Bürgermeister Bernhard Kleber will die Initiative zurückgewinnen. VN/Rauch

In Andelsbuch lässt man sich nicht unterkriegen.

Andelsbuch Verlassen ist die kleine Volksschule in Bersbuch, ihre 16 Schüler befinden sich seit Beginn der Woche im Heimunterricht. „Wir haben uns am Freitag zu diesem Schritt entschieden, vorerst einmal für eine Woche“, bestätigt Andelsbuchs Bürgermeister Bernhard Kleber. Schließlich wurden drei Schüler positiv getestet, seitdem kam noch einer dazu. Nun habe man die Situation in Bersbuch im Griff, ist er überzeugt.

Andelsbuch ist beispielhaft für den Mittelwald: Am vergangenen Sonntag hatte man zwei akute Fälle, eine Woche später waren es 26. Am Montag war der Stand bei 28 Akutfällen, als das Land die Kontrollen ankündigte. Kurzfristig wurde beschlossen, dass das Testzentrum im Rathaussaal künftig täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein solle statt wie bisher zweimal wöchentlich. „Wir werden an die 400 Pendler im Ort haben, die außerhalb der Region arbeiten“, schätzt Kleber. „Die müssen sich außerhalb der Arbeitszeiten testen können.“

Klebers Erklärung: Mit den Öffnungsschritten nahmen auch die Kontakte der Menschen wieder zu, Infektionen verbreiten sich schneller. Das Wichtigste bleibe jedoch, in die Köpfe der Menschen zu gelangen. „Ich habe den Eindruck, dass sich noch nicht jeder bewusst ist, was es jetzt braucht“, befürchtet der Bürgermeister. „Abstand halten klingt so einfach, macht aber einen großen Unterschied.“ Eine Umfrage im Wald zeigt: Die Kontrollpflicht hat an Schrecken verloren.

Landwirte in Schwarzenberg

„Bei uns sind Familien betroffen, bei denen man es als Letztes erwartet“, räumt Bürgermeister Josef Anton Schmid vom benachbarten Schwarzenberg ein. Schließlich seien es vor allem bäuerliche Familien mit mehreren Generationen in einem Heim. Da es keine Hinweise auf eine Feier oder Ähnliches gab, war der Infektionsherd bis zum Montag für die Gemeinde ein Rätsel. VN-rau

Für mich wird es keine große Umstellung, ich arbeite in Andelsbuch. Für meinen Mann schon eher, der muss zur Arbeit nach Dornbirn. Wobei das regelmäßige Testen bereits jetzt zum Teil einer neuen Normalität wurde. Gabriele, 23, und Petra Frei, 50, Bersbuch

Für mich wird es keine große Umstellung, ich arbeite in Andelsbuch. Für meinen Mann schon eher, der muss zur Arbeit nach Dornbirn. Wobei das regelmäßige Testen bereits jetzt zum Teil einer neuen Normalität wurde. Gabriele, 23, und Petra Frei, 50, Bersbuch

Die Pandemie muss eingedämmt werden. Eine Woche ist vertretbar, auch dass es den ganzen Bregenzerwald betrifft. Für uns im Tal ändert sich wenig. Für die Pendler ist die Sache natürlich etwas anders. Milaim Kurtiši, 49, Pizzeria La Montanara, Andelsbuch

Die Pandemie muss eingedämmt werden. Eine Woche ist vertretbar, auch dass es den ganzen Bregenzerwald betrifft. Für uns im Tal ändert sich wenig. Für die Pendler ist die Sache natürlich etwas anders. Milaim Kurtiši, 49, Pizzeria La Montanara, Andelsbuch

Unsere Gesundheitspraxis bleibt nun diese Woche geschlossen. Ich habe beinahe schon damit gerechnet, im Mittelwald ist die Inzidenz recht hoch. Ich rechne am Mittwoch mit Staus, aber es muss gehandelt werden. Markus Feurstein, 49, Andelsbuch

Unsere Gesundheitspraxis bleibt nun diese Woche geschlossen. Ich habe beinahe schon damit gerechnet, im Mittelwald ist die Inzidenz recht hoch. Ich rechne am Mittwoch mit Staus, aber es muss gehandelt werden. Markus Feurstein, 49, Andelsbuch