„Voradlbären“ sind Vorarlberg-Champion

Vorarlberg / 19.04.2021 • 17:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Schüler treffen sich zweimal in der Woche in Kleingruppen.lcf (3)
Die Schüler treffen sich zweimal in der Woche in Kleingruppen.lcf (3)

First-Lego-League-Team des BG Dornbirn hat sich für internationales Finale qualifiziert.

Dornbirn Weitertüfteln heißt es derzeit für das Team „Voradlbär“ des BG Dornbirn. In der First Lego League haben die Dornbirner Gymnasiasten die Vorarlberg-Ausscheidung gewonnen und sich als einziges von sieben Teams für das Saisonfinale 2020/21 für Deutschland, Österreich und die Schweiz qualifiziert. So wie der Länderbewerb wird auch das zentraleuropäische Finale vom 10. bis 15. Mai 2021 virtuell ausgetragen.

Gemeinsam krea­tiv sein

Bis dahin werden die Schüler weiter an ihrem Forschungsprojekt feilen und ihren Roboter optimieren. Bewertet werden die vier Kategorien: Robot-Game, Roboterdesign, Grundwerte und Forschung. Mit jeweils zwei ersten und zwei zweiten Plätzen erzielte das Team des BGD im Vorarlberg-Finale insgesamt die höchste Punktezahl. Dennoch sind die „Voradlbären“ nicht ganz zufrieden. „In Tirol haben die Teams insgesamt viel mehr Punkte erreicht und wir wissen auch, dass die Konkurrenz beim Finale stark sein wird“, erzählt Katja.

Der von den Schülern nach vorgegebenen Kriterien gebaute und programmierte Roboter muss in einer bestimmten Zeit auf einem Parcours verschiedene Aufgaben erfüllen. Die Voradlbären haben einen kompakten, eckigen Roboter gebaut, der besonders wendig ist. Bei der Ausführung der Aufgaben – wie Würfel in einen Basketballkorb füllen – sollte der Roboter noch zuverlässiger agieren. „Genau das ist es, was uns Spaß macht. Wenn wir uns im Team kreative Lösungen ausdenken und die dann umsetzen“, erklärt Aaron. Dabei funktioniert das Zusammenspiel von Jugendlichen unterschiedlichen Alters bestens – zum Team Voradlbär gehören Schüler von der zweiten bis zur siebten Klasse. Der Forschungsauftrag in dieser Saison lautet „Findet ein konkretes Problem im Zusammenhang mit Menschen, die nicht aktiv genug sind. Entwerft dazu eine neue Technologie oder verbessert eine bereits existierende.“ Die Jugendlichen des Team Voradlbär haben sich ihr eigenes Umfeld als Forschungsfeld ausgesucht. „In der Schule sitzen wir fast die ganze Zeit. Wir haben zuerst eine Umfrage bei 120 Schülern gemacht, verschiedene Ideen gesammelt und Prototypen ausprobiert“, erzählt Alexander. Schließlich haben die Gymnasiasten ein digitales Sprunghöhenmessgerät mit dem Namen „U-Jump“ entwickelt, das zu verschiedenen Sprung-Challenges animieren soll. Bei der Umsetzung bekamen die Schüler Unterstützung von Franz Geiger, Dozent an der FH Vorarlberg, der einen Einführungskurs in der Programmiersprache C abhielt. „Der U-Jump ist fertig programmiert und wird einen Platz in der Schule finden. Jetzt freuen wir uns auf das Saisonfinale – da können wir dann zeigen, was wir können“, sagt Pius.

Planen und programmieren

Die „First Lego League Challenge“ ist ein Forschungs- und Roboterwettbewerb für neun- bis 16-jährige Schüler, der den Spaß an Technik und Wissenschaft mit der spannenden Atmosphäre eines Sport­events kombiniert. Die Challenge erleichtert den Teilnehmenden den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern und weckt frühzeitig ihre Motivation, einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu erlernen. Im Team arbeiten die Teilnehmer mehrere Wochen wie echte Ingenieure an einem gemeinsamen Projekt. Sie planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, forschen über ein selbst gewähltes Thema und erstellen eine Präsentation ihrer Ergebnisse. lcf

„In Tirol haben die Teams mehr Punkte erreicht. Wir wissen, die Konkurrenz ist stark.“

Das Team Voradlbär ist vorbereitet.
Das Team Voradlbär ist vorbereitet.
Der Roboter auf dem Parcours.
Der Roboter auf dem Parcours.