Auf Umwegen nach Laterns

Vorarlberg / 20.04.2021 • 16:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Umleitung über den „Hennabühel“ ist überlastet, während die Route über Daliebis (im Bild) kaum genützt wird. Egle
Die Umleitung über den „Hennabühel“ ist überlastet, während die Route über Daliebis (im Bild) kaum genützt wird. Egle

Umleitung wegen Sanierung der L 51 sorgt für Verwirrungen und längere Wartezeiten.

zwischenwasser Von langer Hand geplant und im Vorfeld aus verschiedensten Gründen verschoben, läuft seit Ostern nun die Sanierung der Laternserstraße
L 51. Bereits vor dem Baustart hat man sich in Sachen Umleitungen beim Landesstraßenbauamt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Köpfe für eine bestmögliche Lösung zerbrochen. So wird der Schwerverkehr ausschließlich über die Bergstraße, den sogenannten „Hennabühel“, geführt. Eine Ampelregelung sorgt hier für einige Minuten Verzögerung, eine Alternative dazu eröffnet sich aber so oder so nicht.

Für den privaten Pkw-Verkehr bis zu 3,5 Tonnen ergibt sich aber eine weitere Route, nämlich über die L 51 bis zum Batschunser Schlössle, mit einem kleinen Umweg über die Straße Daliebis, vorbei an der Lebenshilfe über die Kapf- und Kirchstraße durch Batschuns und dann wie gewohnt weiter Richtung Laterns. Genau hier gibt es derzeit allerdings ein Problem. Diese Strecke wird vom Individualverkehr zu wenig genutzt, was bei der Route über den Hennabühel zu einer übermäßigen Belastung und zu Verzögerungen führt. Auf Nachfrage der VN-Heimat bei Pendlern und Anwohnern der betroffenen Gebiete bestätigen diese zwar eine gute Disziplin der Fahrer, aber auch die mitunter langen Wartzeiten über die Route „Hennabühel“.

Für Steffen Schröck vonseiten des Straßenbauamts und Philip Schöch von der Gemeinde Zwischenwasser ist die Schlussfolgerung eindeutig: „Wer mit seinem Fahrzeug unter 3,5 Tonnen bergwärts nach Laterns, Batschuns oder Furx unterwegs ist, soll die normale Route über die Laternserstraße wählen. Die kurze Umleitung beim Schlössle über Daliebis und Kapfstraße kostet nur wenige Hundert Meter Umweg und deutlich weniger Zeitverlust als über den Hennabühel.“

Noch können die Schwierigkeiten als überschaubar angesehen werden, nach der Aufhebung der Wintersperre am Furka wird dann aber einiges an Ausflugs- und Motorradverkehr dazukommen. Dann könnte es bei Missachtung der bestehenden Regelung zu größeren Problemen führen. In Hinblick darauf wird bereits vorsorglich die Route über die Laternserstraße mit Umweg Daliebis empfohlen.

Etappe 1 läuft bis Ende September

Abseits von den Verkehrsproblemen ist der Start der eigentlichen Baustelle planmäßig verlaufen. Begonnen wurde mit den Arbeiten im Bereich des Bildungshauses, aktuell laufen nach den talseitigen Rodungen Hangsicherungsarbeiten in der 180-Grad-Kurve. Der erste Teil des Vollausbaus der L 51 auf einer Strecke von rund 500 Metern vom Bildungshaus bis zur Abzweigung Furx/Suldis soll bis Ende September abgeschlossen sein, dann wird auch die derzeit bestehende Vollsperre wieder aufgehoben. Insgesamt kostet der erste Abschnitt dem Land Vorarlberg als zuständigen Straßenerhalter rund zwei Millionen Euro, der zweite Bauabschnitt ist für das Jahr 2023 geplant. CEG

Nach Rodungsarbeiten finden aktuell ...
Nach Rodungsarbeiten finden aktuell …
... Hangsicherungsarbeiten statt.
… Hangsicherungsarbeiten statt.