Corona im Bregenzerwald: Die Lage in Andelsbuch

Vorarlberg / 20.04.2021 • 05:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Corona im Bregenzerwald: Die Lage in Andelsbuch
Die geschlossene Volksschule. ALLE BILDER: VN/RAUCH

In Bersbuch ist die Volksschule geschlossen, innerhalb einer Woche kamen 24 Infektionen dazu.

Andelsbuch Verlassen ist die kleine Volksschule in Bersbuch, ihre 16 Schüler befinden sich seit Beginn der Woche im Heimunterricht. “Wir haben uns am Freitag zu diesem Schritt entschieden, vorerst einmal für eine Woche”, bestätigt Andelsbuchs Bürgermeister Bernhard Kleber. Schließlich wurden drei Schüler positiv getestet, seitdem kam noch einer dazu. Nun habe man die Situation in Bersbuch im Griff, ist er überzeugt.

Bürgermeister Bernhard Kleber sieht Andelsbuch auf einen guten Weg.
Bürgermeister Bernhard Kleber sieht Andelsbuch auf einen guten Weg.

Andelsbuch ist beispielhaft für den Mittelwald: Vergangenen Sonntag hatte man zwei akute Fälle, eine Woche später waren es 26. Am Montag war der Stand bei 28 Akutfällen, als das Land die Kontrollen ankündigte. Kurzfristig wurde beschlossen, dass das Testzentrum im Rathaussaal künftig täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein solle statt wie bisher zweimal wöchentlich. “Wir werden an die 400 Pendler im Ort haben, die außerhalb der Region arbeiten”, schätzt Kleber. “Die müssen sich außerhalb der Arbeitszeiten testen können.”

Das Testzentrum wird bereits ab Dienstag ganztägig geöffnet bleiben.
Das Testzentrum wird bereits ab Dienstag ganztägig geöffnet bleiben.

Als kleine Gemeinde sieht er sich im Vorteil, schnell reagieren zu können. Mit den Öffnungsschritten nahmen auch die Kontakte der Menschen wieder zu, Infektionen verbreiten sich so doch wieder schneller. Das Wichtigste bleibe jedoch, in die Köpfe der Menschen zu gelangen. “Ich habe den Eindruck, dass sich noch nicht jeder bewusst ist, was es jetzt braucht”, befürchtet der Bürgermeister. “Abstand halten klingt so einfach, macht aber einen großen Unterschied.”

Für uns wird es keine große Umstellung, ich arbeite in Andelsbuch. Wir haben keine Kinder mehr in der Volksschule. Für meinen Mann schon eher, der muss zur Arbeit nach Dornbirn. Wobei das regelmäßige Testen bereits jetzt zum Teil einer neuen Normalität wurde. Man muss sich laufend testen lassen, wenn man wo hin will. Die Testpflicht finden wir angemessen, ob eine Woche wirklich so einen Unterschied macht, muss sich zeigen. <strong>Petra (50) und Gabriele Frei (23), Bersbuch. </strong>
Für uns wird es keine große Umstellung, ich arbeite in Andelsbuch. Wir haben keine Kinder mehr in der Volksschule. Für meinen Mann schon eher, der muss zur Arbeit nach Dornbirn. Wobei das regelmäßige Testen bereits jetzt zum Teil einer neuen Normalität wurde. Man muss sich laufend testen lassen, wenn man wo hin will. Die Testpflicht finden wir angemessen, ob eine Woche wirklich so einen Unterschied macht, muss sich zeigen. Petra (50) und Gabriele Frei (23), Bersbuch.
Ich finde die Entscheidung nicht schlecht, die Pandemie muss eingedämmt werden. Eine Woche ist vertretbar, auch dass es den ganzen Bregenzerwald betrifft. Es können ja alle Lokale und Geschäfte offen bleiben, von dem her ändert sich im Wald selbst wenig. Für die Pendler ist die Sache natürlich etwas anders, aber Hauptsache es wird nicht schlimmer. <strong>Milaim Kurtiši (49), Pizzeria La Montanara, Andelsbuch</strong>
Ich finde die Entscheidung nicht schlecht, die Pandemie muss eingedämmt werden. Eine Woche ist vertretbar, auch dass es den ganzen Bregenzerwald betrifft. Es können ja alle Lokale und Geschäfte offen bleiben, von dem her ändert sich im Wald selbst wenig. Für die Pendler ist die Sache natürlich etwas anders, aber Hauptsache es wird nicht schlimmer. Milaim Kurtiši (49), Pizzeria La Montanara, Andelsbuch
Unsere Gesundheitspraxis hätte Mittwoch und Donnerstag geöffnet gehabt, nun bleiben wir zu für diese Woche. Ich halte die Sperre für gerechtfertigt und habe fast schon mit ihr gerechnet, im Mittelwald ist die Inzidenz recht hoch. Ich rechne am Mittwoch mit Staus, hoffe aber, dass die Leute ihre Eigenverantwortung ernst nehmen und die Tests parat haben. Es muss gehandelt werden, nun bleiben wir nach Möglichkeit eine Woche im Wald. <strong>Markus Feurstein (49), Andelsbuch</strong>
Unsere Gesundheitspraxis hätte Mittwoch und Donnerstag geöffnet gehabt, nun bleiben wir zu für diese Woche. Ich halte die Sperre für gerechtfertigt und habe fast schon mit ihr gerechnet, im Mittelwald ist die Inzidenz recht hoch. Ich rechne am Mittwoch mit Staus, hoffe aber, dass die Leute ihre Eigenverantwortung ernst nehmen und die Tests parat haben. Es muss gehandelt werden, nun bleiben wir nach Möglichkeit eine Woche im Wald. Markus Feurstein (49), Andelsbuch