Er prägte die Illwerke-Bauten

Vorarlberg / 20.04.2021 • 17:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
D. Blaickner hat der Energieversorgung Vorarlbergs große Dienste erwiesen.
D. Blaickner hat der Energieversorgung Vorarlbergs große Dienste erwiesen.

Baumeister Dipl.-Ing. Dieter Blaickner starb mit 82 Jahren.

TSCHAGGUNS Am 5. April 2021 verstarb im Alter von 82 Jahren Baumeister Dipl.-Ing. Dieter Blaickner. Der Verstorbene trat am 9. Juni 1965 als Bautechniker in die Vorarlberger Illwerke AG ein. Bis zum Antritt seines Ruhestandes im Jahre 2000 war er mit den Kraftwerken des Landes eng verbunden. Seit 1976 war er Stellvertreter des Talsperrenverantwortlichen.

Im Jahre 1980 legte er die Ziviltechnikerprüfung und 1993 die Baumeisterprüfung ab. Seit damals war Dipl.-Ing. Blaickner Träger des Baumeistergewerbes der Vorarlberger Illwerke AG. In den Jahren 1991 bis 1999 war er Mitglied des Bauausschusses des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ).

Er zeichnete sich in den vielen Jahrzehnten seiner Tätigkeit durch sein hervorragendes technisches Fachwissen, Zuverlässigkeit und hohes Verantwortungsgefühl aus.

Dipl.-Ing. Dieter Blaickner wurde am 26. Oktober 1938 in Feldkirch geboren. Nach dem Besuch der Pflichtschulen absolvierte er die Höhere Technische Bundeslehranstalt in Innsbruck und studierte anschließend an der Technischen Hochschule in Graz, der heutigen Technischen Universität, Bauingenieurwesen. Während seines Studiums war er Mitglied der Katholischen Hochschulverbindung Carolina im ÖCV, der er auch nach seiner Rückkehr nach Vorarlberg Zeit seines Lebens verbunden blieb.

Nach seinem erfolgreichen Studienabschluss kam er zur damaligen Hauptbauleitung der Vorarlberger Illwerke AG und war die ersten fünf Jahre beim Bau des Kavernenkraftwerks Kops mit Bauleitungsaufgaben betraut.

Beim Bau des Rodundwerks II war der Verstorbene verantwortlicher Bauleiter für den Krafthausschacht und die Pumpspeicherbecken. Nach Beendigung der Bauarbeiten für das Rodundwerk II im Jahre 1975 war er als Bauleiter für die Triebwasserführung und für das Krafthaus des Kraftwerkes Langenegg eingesetzt.

Das zuletzt fertiggestellte Kraftwerk der Illwerke, an dem Dipl.-Ing. Dieter Blaickner mitwirkte, ist das Walgauwerk. Dort war er als Bauleiter für die Illbeileitung und das Entnahmebauwerk Rodund sowie für die laut Wasserrechtsbescheid erforderlichen Wildbachverbauungsmaßnahmen im Walgau und im Montafon einschließlich der Ersatzwasserversorgung Vandans verantwortlich.

Das Kraftwerk Alberschwende der VKW war der erste Neubau eines Kraftwerks, für das Dipl.-Ing. Dieter Blaickner die Gesamtverantwortung hatte. Es folgten die verantwortliche Abwicklung der Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen der Staumauer Vermunt, des Kraftwerks Klösterle der VKW, des Litzwerkes der Montafonerbahn, die Erneuerung des Beckens Partenen und viele größere und kleinere Erhaltungs- und Eneuerungsmassnahmen, die der Sicherstellung der baulichen Qualität der Illwerkeanlagen dienten.

Aufgrund seiner großen Verdienste wurde Dipl.-Ing. Blaickner 1991 die Handlungsvollmacht verliehen. Von 1991 bis 1997 war er Leiter der Hauptbauleitung und Stellvertretender Leiter der seinerzeitigen Bautechnischen Hauptabteilung. Mit der Neuorganisation der Illwerke 1997 wurde ihm die Leitung des gesamten Baubereichs übertragen.

Dipl.-Ing. Dieter Blaickner war seit 1965 verheiratet und hatte vier Kinder. Er war sehr sozial eingestellt und blieb seit seiner Kindheit in Feldkirch sein Leben lang mit der Pfadfinderbewegung verbunden – zuletzt als Elternratsobmann im Montafon. Und nachdem er als Abgesandter der Illwerke AG an einer Studienreise zur weltbekannten Drei-Schluchten-Talsperre nach China reisen konnte, begann er sich sehr stark für die dortige Kultur und die Lebensweise zu interessieren. EE