Therapiehalle galoppiert ihrer Fertigstellung entgegen

Vorarlberg / 20.04.2021 • 16:50 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
In der und um die Therapiehalle der Propstei St. Gerold wird aktuell eifrig gearbeitet. Bis Ende Mai soll die Sanieurngsetappe abgeschlossen sein.VN/JS
In der und um die Therapiehalle der Propstei St. Gerold wird aktuell eifrig gearbeitet. Bis Ende Mai soll die Sanieurngsetappe abgeschlossen sein.VN/JS

Ab Ende Mai soll das Therapiezentrum der Propstei St. Gerold in neuem Glanz erstrahlen. Nächste Sanierungsetappe ist bereits in Vorbereitung.

St. Gerold In der Propstei St. Gerold neigt sich allmählich die nächste Bauetappe ihrem Ende entgegen. Nach der gelungenen Sanierung der sogenannten Herberge mit Gästezimmern, Seminarräumen und Gastronomie (2014–2018) ist jetzt die Sanierung des Pferdestalls und der Therapiehalle in der Schlussphase (2020–2021). „Die geplante Fertigstellung soll Ende Mai erfolgen. Dann können die Pferde wieder einziehen und hoffentlich bald Menschen zur Therapie empfangen“, gibt David Ganahl als Bereichsleiter der Propstei St. Gerold gegenüber den Vorarlberger Nachrichten an.

Arbeiten in vollem Gang

Aktuell sind in den Stallungen der Pferde die Holzarbeiten voll im Gange. „Beim Innenausbau von Sattelkammer und Seminarraum sind derzeit Elektriker und Installateur an der Arbeit. Im Außenbereich werden die Erdarbeiten demnächst abgeschlossen“, kann Ganahl über den guten Baufortschritt berichten. „Nach außen ist die Halle derzeit mit Plastikplanen verhüllt, da demnächst auch die neue Verglasung eingesetzt wird. Während in der Therapiehalle die Beregnungsanlage bereits installiert ist, werden die Banden sowie die Schiebetore nun finalisiert“, führt der Bereichsleiter weiter aus.

1,55 Millionen Euro

Die Gesamtkosten sind mit rund 1,55 Millionen Euro veranschlagt. Unterstützt wird das Gesamtprojekt, das ausschließlich spendenfinanziert ist, vom Verein Sozialwerke der Propstei. Dieser begleitet mit der „Oase der Begegnung“ Menschen in schwierigen Lebenssituationen durch Erholungsaufenthalte in der Propstei und durch die Therapie mit Pferden.

Nächste Etappe vorbereitet

Parallel zu den laufenden Arbeiten in den Stallungen und der Therapiehalle wurde während des Lockdowns zudem die nächste Etappe der groß angelegten Sanierung vorbereitet. Diese betrifft das historische Propsteigebäude, das einer grundlegenden Überarbeitung bedarf.

Seit den 1960er-Jahren ist die Propstei immer mehr zu einem Zentrum für Kultur, Spiritualität und Bildung geworden. Besonderes Augenmerk wurde seit jeher auf Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, gelegt. Im Laufe der Jahre wurden die nötigen Räume fortlaufend aus den Ruinen gestaltet. Dabei mussten auch historisch bedeutsamste Räume für Einrichtungen herhalten, die ihrem Charakter nicht entsprechen. So befindet sich etwa die Technikzentrale in einem Raum mit barockem Tonnengewölbe oder die Wäscherei in der ältesten Bausubstanz aus dem 11./12. Jahrhundert mit romanischem Tonnengewölbe und in einem Raum mit barocker Stuckdecke. Der Kreuzgang ist nicht mehr erkennbar. Zudem entspricht die Gebäudetechnik nicht mehr den heutigen Anforderungen und muss komplett ausgetauscht werden. Auch die Barrierefreiheit ist im Gebäude bisher nicht gegeben. Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahmen und der notwendigen Planbarkeit der Räume hat die Propsteileitung entschieden, die Zimmer im historischen Gebäude nach der jetzigen Coronaschließung nicht mehr zu belegen. Somit wird der Propsteibetrieb in den nächsten Jahren vor allem in der Herberge, im Wyberhus, im Bereich des Pferdestalls und der Therapiehalle, im Freien und in den Sakralbauten ablaufen. „Das ist eine große Herausforderung für die Mitarbeitenden und für die Gäste“, sagt Propst Martin Werlen. „Das geforderte Miteinander kann mit der nötigen Flexibilität aber auch eine neue Dynamik in die Propstei bringen“, gibt sich der Propst zuversichtlich.

Baustart steht noch nicht fest

Ein konkreter Baustart der nächsten Etappe steht noch nicht fest. „Sobald das Konzept der Sanierung der Klostergemeinschaft in Einsiedeln vorgestellt werden kann und gutgeheißen ist, wird es auch der Öffentlichkeit präsentiert“, heißt es dazu aus der Propstei. So viel könne aber bereits verraten werden: „Jeder konkrete Schritt der Sanierung soll immer im Blick auf das Ganze der Propstei angegangen und umgesetzt werden. Alle Sanierungen sollen möglichst schonend geschehen und die Räume in ihrer ursprünglichen schlichten Schönheit erstrahlen lassen.“ Zu guter Letzt werde das Voranschreiten der Umsetzung weiterhin von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln abhängig bleiben.

„Jeder konkrete Sanierungsschritt hat immer das Ganze der Propstei im Blick.“

In der und um die Therapiehalle der Propstei St. Gerold wird aktuell eifrig gearbeitet. Bis Ende Mai soll die Sanieurngsetappe abgeschlossen sein.VN/JS
In der und um die Therapiehalle der Propstei St. Gerold wird aktuell eifrig gearbeitet. Bis Ende Mai soll die Sanieurngsetappe abgeschlossen sein.VN/JS
In der Therapiehalle sind die Hiolzbauarbeiten aktuell in vollem Gang.VN/JS
In der Therapiehalle sind die Hiolzbauarbeiten aktuell in vollem Gang.VN/JS