Coronavirus will nicht weg aus Rankweil

Vorarlberg / 21.04.2021 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Fallzahl stets auf hohem Niveau: In der Marktgemeinde lodern mehrere Herde. 

Rankweil Das Coronavirus will einfach nicht aus Rankweil verschwinden. Seit Wochen bleibt die Zahl der aktiven Fälle relativ konstant über 30. Derzeit sind es sogar mehr als 60. Der Wert der registrierten Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner liegt bei knapp 270.

Land und Gemeinde sehen dennoch von hyperlokalen Testaktionen ab, also einer Absperrung von Ortsteilen inklusive Ausreisetests. Stattdessen wird auf Informationsarbeit gesetzt, erklärt die Rankweiler Pressereferentin Karin Böhler. So seien auch am Mittwoch Vertreter der Gemeinwesenstelle „Mitanand“ durch die Großsiedlungen der Marktgemeinde gezogen, um mehrsprachige Informationen zu verteilen, Selbsttests auszuhändigen und bei Bedarf bei der Vereinbarung von Testterminen zu helfen. Die Bediensteten von „Mitanand“ seien schon seit längerem in regelmäßigen Abständen unterwegs, um bei der Eindämmung bei der Pandemie zu helfen.

„Mehrere Herde lodern in Rankweil“, erklärt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher den VN. Eine Zeit lang sei vor allem ein Siedlungsgebiet auffällig gewesen. Mittlerweile ist das anders. Derzeit seien zwei Betriebe von mehreren Coronafällen betroffen. Das Infektionsteam habe eine der Firmen besucht und mit dem Betriebsarzt Mitarbeiter informiert, dass sie sich bei Symptomen oder Verdachtsfällen melden müssen. „Wir haben festgestellt, dass die Mitteilungsbereitschaft – vorsichtig ausgedrückt – nicht 100-prozentig gut war“, sagt Grabher. Man dürfe nicht vergessen, dass die Arbeitsmarktlage sensibel sei und manche glauben, eine Erkrankung verheimlichen zu müssen. Die betroffenen Betriebe wurden nicht durchgetestet, die Kontaktpersonen der Infizierten aber schon. Neben den beiden Firmen seien zwei überschaubare Familien-Cluster bekannt. Außerdem gebe es Überbleibsel eines Coronaausbruchs in einem Rankweiler Wohnheim vor 14 Tagen. „Es köchelt in Rankweil so vor sich hin“, sagt Grabher. Das werde wohl noch eine Zeit lang so weitergehen. VN-ebi

„Wir haben festgestellt, dass die Mitteilungsbereitschaft nicht 100-prozentig gut war.“