Die Mobilität wird für die Zukunft neu gedacht

Vorarlberg / 21.04.2021 • 19:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geändertes Mobilitätsverhalten: Immer mehr entdecken das Fahrrad als optimales und umweltfreundliches Verkehrsmittel. VOL.AT/Mayer
Geändertes Mobilitätsverhalten: Immer mehr entdecken das Fahrrad als optimales und umweltfreundliches Verkehrsmittel. VOL.AT/Mayer

Mobilitätspreis-Wettbewerb geht in die nächste Runde.

Bregenz Die Coronakrise hat auch in der Mobilität Spuren hinterlassen. Europäische Länder stellen sich der Mobilitätsfrage neu. Die EU hat ihre Klimaziele nachgeschärft. „Der Aufbruch in eine neue Mobilität ist in der Breite angekommen“, erklärte Landesrat Johannes Rauch beim Auftakt des VCÖ-Mobilitätspreises Vorarlberg, der den Titel „Aufbruch in ein neues Mobilitätszeitalter“ trägt. Schon jetzt müsse ein Angebot geschaffen werden, um das künftige Interesse bedienen zu können. Deswegen legt das Land Wert auf eine Verzahnung von Bahn, Bus und Rad.

VCÖ-Experte Michael Schwendinger bestätigte, dass die Mobilität vom Wandel betroffen ist. Bereits über 3000 Pkw fahren in Vorarlberg nur mit Strom. „Die Gesamtzahl der Diesel-Pkw in Vorarlberg ist im Vorjahr zum dritten Mal in Folge zurückgegangen, die Zahl der E-Pkw ist um ein Drittel gestiegen“, führte Schwendinger aus. Die Coronakrise hat die Digitalisierung stark beschleunigt, was einen Beitrag zur Verkehrsvermeidung leisten kann. Durch den E-Fahrradboom könnte der Radanteil in Vorarlberg von 16 auf 20 Prozent angehoben werden.

Car-Sharing und Mobilitätsdienstleistungen werden künftig ein Mobilitätsangebot bieten, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen. Zudem sei der öffentliche Verkehr wichtig. Es wird darum gehen, den Fahrgästen komplette Mobilitätsketten von Tür zu Tür anzubieten, erklärte Harald Schreyer, Projektleiter der ÖBB Infrastruktur AG.

Innovative Konzepte, passend zu den Veränderungen im Verkehrsbereich, sind also gefragt. Am VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg können Unternehmen, Gemeinden, Städte, Bezirke, Schulen, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine, Studierende und Initiativen teilnehmen. Auch Privatpersonen können ihre Ideen noch bis zum ­
10. Juni einreichen. VN-pag

„Wir legen großen Wert auf eine gute Verzahnung von Bahn, Bus und Rad.“

Die Mobilität wird für die Zukunft neu gedacht