Im Allgäu sind die Intensivbetten knapp

Vorarlberg / 21.04.2021 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Ähnliche Infektionslage wie in Vorarlberg: Intensivstationen an der Grenze.

Schwarzach Im Bodenseeraum ist die Tendenz steigend. Für Vorarlberg weist die staatliche Gesundheitsagentur Ages bereits 179,5 bestätigte Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche aus. Österreichweit ist diese Inzidenz dagegen auf 185 gesunken.

Generell sind rund um das Land die Werte überwiegend höher als vor einem Monat. Im Allgäu schlägt der Klinikverbund Alarm: Die Intensivstationen seien kaum noch aufnahmefähig, obwohl man zusätzliche Kapazitäten geschaffen habe. Von 16 Betten im Oberallgäu waren am Mittwoch 15 belegt, davon acht mit Corona-Patienten. Im Landkreis Kempten waren überhaupt alle 24 Betten belegt, davon sieben mit Opfern der Pandemie. Zusammen haben die beiden Kreise rund 225.000 Einwohner.

Bisher war man in der süddeutschen Gegend glimpflicher davongekommen als in Vorarlberg. Im Oberallgäu kletterte die Inzidenz im Herbst kaum über 200. Seit einigen Tagen bewegt sie sich in diesem Bereich, aktuell beläuft sie sich auf 181. Der Unterschied: Das Oberallgäu hält dieses Niveau trotz „Notbremse“, also einem Lockdown mit geschlossener Gastro. Landrätin Indra Baier-Müller mahnt daher zu Disziplin: „Wir können nicht warten, bis auch das letzte Covid-Intensivbett belegt ist.“

Liechtenstein über 200

In Liechtenstein beträgt die Inzidenz erstmals seit einem Vierteljahr mehr als 200: „Es wird davon ausgegangen, dass die zunehmende Reisetätigkeit sowie vermehrte Treffen im Familien- und Bekanntenkreis dazu geführt haben“, so der Generalsekretär der zuständigen Regierungsstelle, Martin Hasler. Trotzdem nimmt das Fürstentum am Montag erste Lockerungen vor. Nach Schweizer Vorbild dürfen Gasthäuser ihre Außenbereiche öffnen. Auch kleine Sport- und Kulturveranstaltungen mit 50 Personen in geschlossenen Räumen sowie bis zu 100 Personen im Freien werden möglich. Die gewohnte Normalität lässt aber noch länger auf sich warten: Das Volksfest zum Staatsfeiertag am 15. August ist für heuer bereits abgesagt. JOH