St. Kilian thront als Wahrzeichen über Koblach

Vorarlberg / 22.04.2021 • 16:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Pfarrkirche St. Kilian ist von Weitem zu sehen. Eine Besonderheit sind ihre geschwungenen Dächer. <span class="copyright">Mäser</span>
Die Pfarrkirche St. Kilian ist von Weitem zu sehen. Eine Besonderheit sind ihre geschwungenen Dächer. Mäser

Das Gotteshaus steht seit mehr als 100 Jahren auf einem Hügel über der Kummenberggemeinde.

Koblach Schon von Weitem sind die vielzackige Turmspitze und die fein geschwungenen Dächer und Giebel der Koblacher Pfarrkirche zu sehen. Einem Schloss gleich thront sie auf dem Hang des Kummenbergs und besticht als Wahrzeichen des Dorfes. Dabei war die Vorgängerkirche in ihren Anfängen eine Filiale des Klosters Kreuzlingen und wurde 1675 zur Pfarrkirche erhoben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann die frühere Barockkirche abgetragen und durch den heutigen Kirchenbau ersetzt; der Nordturm wurde von 1905 bis 1907 nach den Plänen des Architekten Albert Rimli erbaut.

Im Inneren der Pfarrkirche sind Fresken und ein Kupferrelief mit den zwölf Aposteln zu sehen.
Im Inneren der Pfarrkirche sind Fresken und ein Kupferrelief mit den zwölf Aposteln zu sehen.

Stahlglocken als Ersatz

Während des Ersten Weltkriegs mussten die fünf Bronzeglocken aus „kriegswichtigen Gründen“ abgeliefert werden, konnten aber bereits im Jahr 1922 durch Stahlglocken ersetzt werden. Im Gegenzug musste aber die Inneneinrichtung der Kirche lange Zeit auf sich warten lassen. Erst nach einer Außenrestaurierung in den 1960ern erhielt das Gotteshaus die Ausstattung, die heute zu sehen ist: Im Inneren von St. Kilian sind Fresken von Wolfram Köberl zu sehen, an der Altarwand ein Kupferrelief von Christus mit den zwölf Aposteln. An der Mensa sind die Bergpredigt sowie das Opfer Melchisedechs und der verlorene Sohn, geschaffen von Willi Veith, zu bewundern.

Im Jahr 1981 – also vor genau 40 Jahren – konnte auch die neue Orgel feierlich eingeweiht werden. Sie sorgt seitdem mit 22 klingenden Registern auf zwei Manualen und dem Pedal für die flexible Begleitung des Chors und dient auch zur Realisierung der Orgelliteratur aus der Romantik.

Umfangreiche Sanierung im Gange

Im Laufe der Jahre hat aber auch an der Koblacher Pfarrkirche der Zahn der Zeit genagt. Und so laufen seit Kurzem umfangreiche Sanierungsarbeiten. Neben einer Umgestaltung des Chorraums wird das gesamte Kircheninnere neu ausgemalt. Rund 630.000 Euro werden für die Arbeiten aufgewendet. Offiziell beendet werden sollen sie am 12. Dezember mit einer Messe mit Diözesanbischof Benno Elbs.

Die Orgel wurde vor 40 Jahren geweiht.
Die Orgel wurde vor 40 Jahren geweiht.

Trotz Umbauarbeiten dürfen sich die Besucher der Langen Nacht der Kirchen auch in Koblach auf ein interessantes Programm freuen. Josef Kräutler führt durch die Galerie an bemerkenswerten Deckengemälden der Pfarrkirche, bei einer Agape mit Brot und Wein lädt der Pfarrgemeinderat zum Gespräch, ein Infostand informiert über die Kirchenrenovierung und lädt auch Kinder zum Bau einer Kirche ein. Den Abschluss bildet ein ganz spezielles Nachtritual. MIMA

Programm in Koblach

Lange Nacht der Kirchen

am 28. Mai

18.45 Uhr Baustelle Kirche ganz nah

19 Uhr Im Gespräch ganz nah

19 Uhr Nah am Licht

19 Uhr Nah am Bau für Kinder

19 Uhr Nah am Bau

19 Uhr Deckengemälde ganz nah

20 Uhr Deckengemälde ganz nah

21 Uhr Deckengemälde ganz nah

21.30 Uhr Nähe vertiefen