Corona: Feier in Lingenau ruft Polizei auf den Plan

Vorarlberg / 23.04.2021 • 16:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Corona: Feier in Lingenau ruft Polizei auf den Plan
Zahlreiche Corona-Ansteckungen in Lingenau werden auf ein Geburtstagsfest im Zeitraum von Ostern zurückgeführt. VN/HARTINGER

Erhebungen wegen Verdachts der Gefährdung durch Covid.

Lingenau Eine Geburtstagsfeier in Lingenau hat jetzt die Polizei auf den Plan gerufen. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Gefährdung durch eine ansteckende Krankheit, bestätigt Polizeisprecher Wolfgang Dür auf VN-Anfrage. Die Erhebungen seien im Gange, es würden entsprechende Befragungen durchgeführt. Unklar ist demnach noch, welche Kreise der Fall in der Bregenzerwälder Gemeinde zieht, wie viele Personen beteiligt sind. „Das Ermittlungsergebnis wird dann der Staatsanwaltschaft übermittelt, die entscheiden muss, ob es zu einem Strafverfahren kommt“, beschreibt Dür die weitere Vorgehensweise.

Nach der Feier soll sich das Virus in Ligenau, aber auch in Nachbargemeinden ausgebreitet haben.
Nach der Feier soll sich das Virus in Ligenau, aber auch in Nachbargemeinden ausgebreitet haben.

Die Feier im Familienkreis um die Ostertage sorgt in Lingenau seit Tagen für Gesprächsstoff. Das Geburtstagsfest gilt als Ursprung der rasant steigenden Coronazahlen in der näheren Region. Im Landhaus wurde ein Cluster ausgemacht, der sich demnach auf mehr als ein Dutzend Familien ausgebreitet hat.

Corona: Feier in Lingenau ruft Polizei auf den Plan
Wolfgang Dür bestätigt polizeiliche Ermittlungen im Zusammenhang mit der Feier. VN/Rauch

Ermittelt wird von der Polizei jetzt im Zusammenhang mit Informationen, wonach der Jubilar trotz eines Absonderungsbescheides einer nebenberuflichen Tätigkeit nachgegangen sein soll. Diese habe ihn auf mehrere Bauernhöfe im Ort geführt, wo es schließlich zu einer weiteren Corona-Ausbreitung gekommen sein soll. Bestätigen sich die Vorwürfe, könnte das weitreichende Konsequenzen haben. Das Epidemiegesetz sieht bei vorsätzlichem Handeln eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren, bei fahrlässigem Handeln bis zu einem Jahr vor. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.