Neuer Lebensraum für Vögel

Vorarlberg / 23.04.2021 • 15:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für Armin und Monika Furlan aus Bludenz ist das Mithelfen bei der Baumpflanzaktion Ehrensache. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Für Armin und Monika Furlan aus Bludenz ist das Mithelfen bei der Baumpflanzaktion Ehrensache. VN/JUN

Baumpflanzaktion in der Brazer Allmein: Helfer verpflanzten 450 Setzlinge für eine neue Lärchenwiese.

Außerbraz Rund zehn Helfer packten am Donnerstag fleißig mit an und pflanzten Setzlinge am Berghang in der Brazer Allmein. Der Wald wurde durch einen Borkenkäferbefall und durch einen Windwurf im vergangenen Sommer stark in Mitleidenschaft gezogen. 1000 Festmeter waren vom Borkenkäferbefall betroffen. Nun musste die Waldweide aufgeforstet werden. Gepflanzt wurden überwiegend Lärchen, aber auch Eichen. Von den insgesamt 450 Setzlingen waren 120 Sträucher wie Traubenkirsche, Kreuzdorn, Schlehdorn, Liguster und Hartriegel. Die Sträucher sind wichtige Lebensräume für Vögel, denn in diesem Natura-2000-Gebiet gibt es vor allem viele Spechte und andere Vogelarten wie den Neuntöter.

Ruth Vonbank vom Obst- und Gartenbauverein aus Braz und Miroslawa aus Schruns halfen tatkräftig mit, da ihnen die Natur am Herzen liegt.
Ruth Vonbank vom Obst- und Gartenbauverein aus Braz und Miroslawa aus Schruns halfen tatkräftig mit, da ihnen die Natur am Herzen liegt.

In einem Natura-2000-Gebiet, so erklärte Forstbetriebsleiter Omar Yilmaz den Helfern, herrsche ein Verbesserungsgebot und ein Verschlechterungsverbot. Deswegen bleiben auch Haufen aus Totholz liegen, ein Lebensraum für viele Tiere. Die Äste und Baumstümpfe verrotten nach zehn bis 20 Jahren und werden wieder zu Erde. Nährstoffe sind vor allem in der Blattmasse vorhanden, also in Nadeln und Rinde, weshalb diese ebenfalls liegen bleiben. Zwei Drittel des Totholzes wurde aber bereits entsorgt. Dafür hat man über dem 800 Meter langen Steilhang ein Stahlseil gespannt, mit dem man die Baumstämme hinunterziehen konnte.

„Im Natura-2000-Gebiet gilt ein Verbesserungsgebot und ein Verschlechterungsverbot.“

Omar Yilmaz, Forstbetriebsleiter

Nun soll hier in den nächsten Jahrzehnten eine neue Lärchenwiese entstehen. Yilmaz wies die Zweierteams ein: Die Bäume und Sträucher sollen in eineinhalb bis zwei Meter Abstand versetzt zuein­ander aufrecht gepflanzt werden. Die Wurzel muss komplett vergraben und danach die Erde ringsherum leicht angetreten werden.

Insgesamt zehn Teilnehmer, darunter auch dieses Ehepaar, forsteten die Fläche auf.
Insgesamt zehn Teilnehmer, darunter auch dieses Ehepaar, forsteten die Fläche auf.

Auch Ruth Vonbank vom Obst- und Gartenbauverein aus Braz half mit: „Mir liegt die Allmein am Herzen. Im Garten ist bei dem Wetter noch nichts zu tun, deswegen helfe ich im Forst mit.“ Miroslawa aus Schruns will der Natur damit etwas Gutes tun: „Es ist wichtig, etwas zu machen. Schon als Kind war ich viel im Wald.“ Für Armin und Monika Furlan aus Bludenz ist das Mithelfen bei der Baumpflanzaktion „Ehrensache“. VN-JUN

Für Armin und Monika Furlan aus Bludenz ist das Mithelfen bei der Baumpflanzaktion Ehrensache. <span class="copyright">VN/JUN</span>
Für Armin und Monika Furlan aus Bludenz ist das Mithelfen bei der Baumpflanzaktion Ehrensache. VN/JUN