Zum Gedenken

Vorarlberg / 23.04.2021 • 18:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Gedenken

Egg Nach einem langen, erfüllten Leben musste Pius Dorner in Folge eines schweren Unfalles diese Welt verlassen.

Geboren am 3. November 1932, wuchs Pius in Egg-Meßmerreuthe mit vier Geschwistern auf. Ein schwerer Schlag war für ihn der Tod seiner jüngsten Schwester Marile, die 21-jährig verstarb. Die Liebe zur Natur und zum Vieh, die Arbeit in der Landwirtschaft und im Holz waren zeitlebens Freude und Erfüllung für ihn. Nach der Schulentlassung arbeitete Pius den Sommer über auf verschiedenen Alpen. Er war Pfister, Knecht und „Gheuer“, unter anderem auf den Alpen Hochgrat, Schupf, Gunten und Ossohof. Auf dem Bauernhof Natter und im Gasthof Taube arbeitete er als Knecht sowie als Fuhrmann beim Sägewerk Sutterlüty. Ab 1963 werkte Pius 20 Jahre lang an der Blockbandsäge bei der Firma Fetz; danach weitere sechs Jahre bis zu seiner Pensionierung beim Sägewerk Peter in Schwarzenberg. Nach seiner Pensionierung war er ein gefragter Fachmann fürs Holzablängen für Häuser und Ställe. In all den Jahren seiner Tätigkeit auf der Säge betrieb er nebenher seine geliebte Landwirtschaft. Seine Arbeitstage dauerten von halb fünf Uhr morgens bis um acht Uhr abends. 1966 feierte Pius mit Theresia Kohler aus Andelsbuch Hochzeit. Sie bezogen eine Kleinwohnung in Kammern, wohnten später einige Monate auf dem Kaltenbrunnen, ehe sie in das neu erbaute Eigenheim im Stadel einziehen konnten. Die Kinder Hadwig und Bernhard und die sechs Enkel waren sein Lebensinhalt und seine Freude. Die Familie stand bei Pius immer an erster Stelle. Die Vorsäßzeit im Äschach war für Pius und Thres stets eine ganz besondere Zeit, die sie sehr genossen. Überraschend musste Thres im September 2016 diese Welt verlassen – ein schwerer Schlag für Pius. Bis zum Schluss konnte Pius seiner geliebten Arbeit in Stall und Feld nachgehen. Der sonntägliche Kirchgang und das anschließende „Achtele“ waren ihm sehr wichtig. Nach einem schrecklichen Autounfall, von dem er sich gerade wieder langsam erholt hatte, ist er dann doch unerwartet im Krankenhaus verstorben. Pius war ein bescheidener und zufriedener Mensch. In der Einfachheit seines Lebens hat er Großes hinterlassen.

Seine Angehörigen gestalteten den Abschied feinfühlig und würdevoll. Die Beisetzung musste coronabedingt im Familienkreis gefeiert werden. Möge Pius nun im neuen Leben bei Gott geborgen sein.