Wilde Flucht vor der Polizei

Vorarlberg / 25.04.2021 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

16-jähriger Autofahrer flüchtete mit lebensgefährlichen Manövern nach Hohenems.

Dornbirn, Hohenems Zunächst missachtete er einen Anhalteversuch der Polizei. Dann raste er mit halsbrecherischer Geschwindigkeit durch die gut besuchte Dornbirner Innenstadt, fuhr auf einen Polizisten zu und durchbrach mehrere Straßensperren. Am Ende krachte er in Hohenems in ein Polizeiauto. Seinen Anfang nahm die irre Flucht in der Färbergasse in Dornbirn. Laut Polizei wurde das schwarze Auto um Punkt 14.23 Uhr mit 74 km/h anstatt der erlaubten 40 km/h geblitzt. Die Polizeikelle ignorierte der 16-jährigen Fahrer geflissentlich und raste mit weit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Innenstadt. Auf dem Beifahrersitz saß ein 19-jähriger Wolfurter. Die Polizei berichtet von äußerst riskanten Fahr- und Überholmanövern. Zeitweise soll der Jugendliche mit über 100 km/h in der Begegnungszone in der Jahngasse unterwegs gewesen sein und eine von der Stadtpolizei errichtete Straßensperre durchbrochen haben. Ein Polizist, auf den er gezielt zufuhr, konnte sich gerade noch mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Doch damit noch nicht genug. 

Beinahecrash

Die Fluchtfahrt ging auf der L 190 und L 45 weiter. Auf der Schweizerstraße im Bereich der Baustelle für den neuen Autobahnanschluss Rheintal Mitte überholte der führerscheinlose Dornbirner vor einer unübersichtlichen Kuppe mehrere Fahrzeuge. Ein entgegenkommender Motorradfahrer konnte eine Kollision durch ein Ausweichmanöver gerade noch verhindern. Als er auf der Lustenauerstraße in Richtung Hohenems donnerte, durchbrach er zwei weitere Polizeisperren. Die Flucht endete erst, als er in Hohenems auf den Parkplatz eines großen Einkaufmarktes fuhr und dort in ein Polizeiauto krachte. Insgesamt wurden bei der Verfolgungsfahrt drei Dienstfahrzeuge demoliert. Das Fluchtauto war so kaputt, dass es abgeschleppt werden musste. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Der 16-Jährige und sein 19-jähriger Kumpan gaben zu, dass sie die Kennzeichen Ende Februar geklaut hatten. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Feldkirch wurde den beiden Blut abgenommen. Auf sie warten diverse Anzeigen, unter anderem wegen der Gefährdung der körperlichen Sicherheit, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und wegen Urkundenunterdrückung. vn-ger