Heimsieg für die Radballer

Vorarlberg / 26.04.2021 • 18:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Spannende Dulle lieferten sich die Dornbirner Radballer mit Gegnern aus Deutschland, Frankreich, Tschechien und der Schweiz.cth (2)
Spannende Dulle lieferten sich die Dornbirner Radballer mit Gegnern aus Deutschland, Frankreich, Tschechien und der Schweiz.cth (2)

UCI-Radball-Weltcup in Dornbirn bescherte heimischemDuo einen großen Erfolg.

Dornbirn Nach über einem Jahr Pause fand am Samstag in der Ballsporthalle 1 in Dornbirn der 1. UCI-Radball-Weltcup 2021 statt. „Endlich geht es wieder los!“, freuten sich Organisatoren und Sportler gleichermaßen. „Nach diesem langen Jahr Pause war es für uns als veranstaltender Verein eine große Herausforderung, das Turnier unter den bestehenden Richtlinien abzuwickeln. Die intensiven und anstrengenden Wochen und Tage der Vorbereitung haben sich aber ausbezahlt“, so Michael Eiler vom RV Dornbirn.

Und das Turnier bereitete dem Veranstalter im wahrsten Sinne des Wortes gleich „doppelte Freude“. Der mehrfache Weltmeister Patrick Schnetzer wechselte nach dem Karriereende von Markus Bröll nach Dornbirn und bildet mit Stefan Feurstein ein neues Team. Nach einem intensiven Jahr der Vorbereitung und der langen Wartezeit auf den ersten internationalen Wettkampf konnte das Duo sich erstmalig international messen, und das gleich daheim in Dornbirn. Beide zeigten eine starke Leistung und konnten das Turnier letztendlich ungeschlagen für sich entscheiden.

„Alle Mühen, die Patrick und Stefan gemeinsam mit ihrem Betreuerteam in den letzten Wochen und Monaten auf sich genommen haben, haben sich ausgezahlt“, freute sich RC-Obfrau Angela Feurstein.

Spannende Duelle

Das neue Team Dornbirn 1, Schnetzer/Feuerstein, musste sich in der Vorrundengruppe 1 mit den Mannschaften aus Pfungen (Schweiz), Zlin (Tschechien), Stein 2 (Deutschland) und Dornbirn 3 messen. Nach zehn äußerst spannenden Spielen zogen dann die favorisierten Mannschaften Dornbirn 1 und Pfungen ins Halbfinale. Für die noch junge Mannschaft von Dornbirn 3 mit Maximilian Schwendinger und Bastian Arnoldi gab es bei ihrem ersten Antreten in der Weltelite leider nicht viel zu holen. Sie zeigten eine kämpferische Leistung, konnten phasenweise mit den anderen Mannschaften gut mithalten, aber am Ende kamen sie nicht über den fünften Gruppenrang hinaus. In der zweiten Vorrundengruppe spielte Dornbirn 2 mit Pascal Fontain und Patrick Köck gegen Teams aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Tschechien. Auch das zweite Team aus Dornbirn musste sich am Ende mit dem fünften Gruppenrang begnügen. In der Finalrunde trafen die beiden Dornbirn-Duos dann zum Spiel um
Platz 9 aufeinander. Zwischen den „Vereinskollegen“ entwickelte sich ein hochklassiges Spiel auf Augenhöhe. Am Ende setzten sich die Routiniers von Dornbirn 2 durch.

Das Finale Dornbirn 1 gegen Stein 1 lieferte schließlich den Höhepunkt des Turniertages. Von der ersten Sekunde an präsentierten sich Schnetzer und Feurstein von ihrer besten Seite, aber beide Mannschaften schenkten sich nichts und so entschieden schließlich „Kleinigkeiten“ das Finalspiel. Am Ende setzten sich die Messestädter mit 6:3 durch und bescherten dem RV Dornbirn einen tollen Turnierausklang. „Wir hoffen, dass wir mit diesem tollen Turnier eine kleine Signalwirkung setzen und auch andere Vereine dazu ermutigen konnten, Radball-Turniere beziehungsweise Sportveranstaltungen durchzuführen. Es muss nicht immer der große finanzielle Gewinn dahinterstehen – die Leistungen der Sportler geben dem wahren Funktionär doch viel mehr zurück“, zeigte sich Obfrau Feurstein begeistert. cth

Das Duo Stefan Feurstein und Patrick Schnetzer holte den Sieg.
Das Duo Stefan Feurstein und Patrick Schnetzer holte den Sieg.