S 16 gewinnt in Dalaas und Bings an Raum

Vorarlberg / 26.04.2021 • 18:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim Anschluss Bludenz-Montafon starten die Hauptarbeiten im kommenden Frühjahr.<span class="copyright">VN/Steurer</span>
Beim Anschluss Bludenz-Montafon starten die Hauptarbeiten im kommenden Frühjahr.VN/Steurer

Asfinag investiert 44 Millionen Euro in mehr Sicherheit und
weniger Staus. Gesamte Arbeiten dauern bis Ende 2023.

Dalaas Kostspielige Baumaßnahmen stehen in den nächsten Jahren seitens der Asfinag entlang der Arlbergschnellstraße (S 16) an. Nicht weniger als 44 Millionen Euro investiert die Asfinag in ein umfangreiches Verkehrspaket im Großraum Bludenz sowie im Bereich westlich des Dalaaser Tunnels. Im Laufe der kommenden zwei Jahre kommt es dabei zu gleich zwei Fahrspurerweiterungen. Begonnen wird heuer in Dalaas.

Weniger Staus und mehr Sicherheit

„Weniger Staus, mehr Sicherheit und darüber hinaus noch verbesserter Lärmschutz“, fasst Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm die bevorstehenden Maßnahmen zusammen. „Mit dieser Investition bieten wir ein optimales Gesamtpaket für den Großraum Bludenz und im Bereich des Dalaaser Tunnels. Das bedeutet automatisch auch weniger Zeitverlust bei gleichzeitig höherer Sicherheit für alle“, ist der Asfinag-Geschäftsführer überzeugt.

Verkehr wird nicht beeinträchtigt

In einem ersten Schritt entfernte die Asfinag bereits die Rumpelstreifen-Markierung in diesem Bereich. Nun wurden die eigentlichen Hauptbaumaßnahmen in Dalaas gastartet. „Hier kommt es auf einer Länge von rund zwei Kilometern zur Errichtung einer zusätzlichen Fahrspur in Richtung Bregenz“, informiert Projektleiter Andreas Färber. Dadurch erhofft man sich, die Blockabfertigungen im Winter künftig reduzieren zu können. In Zuge der baulichen Maßnahmen kommt es unter anderem zu Dammschüttungen sowie zur Errichtung neuer Stützmauern“, führt Färber aus. Trotz der Baustelle wird der Verkehr auf der S 16 mit einer Fahrspur pro Richtung wie bisher unterwegs sein. „Allerdings mit etwas geringeren Fahrbahnbreiten“, merkt der Projektleiter an. Auf der parallel verlaufenden Landesstraße kann es während der Bauphase hingegen zu kurzzeitigen Sperren bzw. Verzögerungen kommen. Verläuft alles nach Zeitplan können die Arbeiten in diesem Bereich bis November abgeschlossen sein. Parallel dazu sollen dann auch die Arbeiten im Bereich der Abfahrt Montafon-Arlberg starten.

„Mit dieser Investition bieten wir ein optimales Gesamtpaket.“

Andreas Fromm, Asfinag-GF

Brücken werden erneuert

Die An- und Abreise der Gäste in die beliebte Tourismusdestination sorgt speziell im Winter jedes Jahr für längere Staus und Wartezeiten. Mit einer rund 2,7 Kilometer langen zusätzlichen Fahrspur in Richtung Arlberg will die Asfinag diese Staus an der S 16 reduzieren. Darüber hinaus soll auch der Lärmschutz in diesem Bereich verbessert werden. „Im Spätherbst wird die Niedrigwasserperiode genutzt, um zunächst vorgezogene Maßnahmen im Bachbett der Ill durchzuführen“, sagt Andreas Färber. Dabei kommt es unter anderem zur Errichtung neuer Brückenpfeiler. Für die Verbesserung der Verkehrssituation an diesem Knotenpunkt ist sowohl eine Brückenverbreiterung (Autobahnabfahrt) als auch ein Brückenneubau (über die Montafonerstraße) erforderlich. Die eigentliche Bauphase und damit auch gewisse Verkehrseinschränkungen starten im Frühjahr kommenden Jahres. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Ende 2023 vorgesehen. VN-JS