Fast 17.000 Einsätze in einem Jahr

Vorarlberg / 27.04.2021 • 16:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Jahreshauptversammlung wurde heuer größtenteils virtuell abgehalten.mima (2)
Die Jahreshauptversammlung wurde heuer größtenteils virtuell abgehalten.mima (2)

Rotkreuzabteilung Dornbirn blickt auf ereignisreiches Jahr 2020 zurück.

Dornbirn Aufgrund der Coronasituation gab es im letzten Jahr in der Dornbirner Rettungsabteilung keine Generalversammlung und so blickte Kommandant Michael Rüdisser am vergangenen Freitag gemeinsam mit seinem Vorgänger Hans-Peter Schwendinger bei einer virtuellen Versammlung gleich auf die vergangenen beiden Jahr zurück.

So nutzte Alt-Kommandant Schwendinger zu Beginn die Gelegenheit und blickte in wenigen Worten auf seine über 15 Führungsjahre bei der Rotkreuzabteilung in Dornbirn zurück. Der stellvertretende Kommandant der Stadtpolizei Dornbirn konnte dabei von zahlreichen Meilensteinen berichten – angefangen von der kontinuierlichen Steigerung der Mitgliederzahl, der Einführung eines zweiten Rettungstransportwagens in den Nacht-, Sonn- und Feiertagsdiensten oder der Erweiterung der Rotkreuz-Jugend um eine Kindergruppe. Neben den angefallenen Ehrungen für das Jahr 2019 nutzte Schwendinger auch die Möglichkeit für einen Dank an das gesamte Team der Abteilung und wünschte seinem Nachfolger Michael Rüdisser für seine Tätigkeit alles Gute.

Hohe Einsatzbereitschaft

In weiterer Folge nutzte auch Kommandant Rüdisser die Jahreshauptversammlung für einen Rückblick auf seine ersten Monate. „Auch für uns war das Jahr 2020 ein ganz besonders, und zu sehen, was in dieser Zeit von jedem einzelnen geleistet wurde, ist für mich alles andere als selbstverständlich und macht mich besonders stolz“, so Rüdisser in einem Dank an sein Team.

Ein kleiner Einblick in die verschiedene Bereiche belegte dann auch die Leistungen der Dornbirner Rettungsabteilung. Bei den Ambulanzdiensten gab es aufgrund der Pandemie zwar einen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren, trotzdem verlangte der erhöhte organisatorische Aufwand eine hohe Einsatzbereitschaft des Teams ab, wie Alexander Gutbrunner zu berichten wusste. Stefan Bampi als Schulungsreferent berichtete, dass zwar zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden mussten, es jedoch viele Schulungen zu den Covid-Testungen gab.

Auch Dienststellenleiter Andreas Keckeis zog eine zufriedenstellende Bilanz aus dem abgelaufenen Jahr, blickte aber bereits in die Zukunft: „Aufgrund der Einführung des Notfallrettungswagens und der damit verbundenen Mannschaftserweiterung sind wir, gerade was unser Rettungsheim angelangt, nun endgültig am Limit angekommen und eine Vergrößerung der Schlafräume wird zwingend notwendig“, so Keckeis. Dabei zählt die Dornbirner Rotkreuzabteilung derzeit rund 113 Mitglieder, die mit drei Rettungswagen, fünf Krankentransportwagen und einem Notarztwagen 365 Tage rund um die Uhr für die Bevölkerung im Einsatz sind.

838.670 Stunden im Dienst

Dabei waren die Einsatzfahrzeuge in Dornbirn im Jahr 2020 über 400.000 Kilometer unterwegs und leisteten insgesamt 16.886 Einsätze. Im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang, trotzdem brachten es die Rettungskräfte auf 838.670 Stunden im Dienste ihrer Mitbürger, was schlussendlich auch von den virtuellen Ehrengästen der Jahreshauptversammlung gewürdigt wurde.

So dankten Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Vize-Bürgermeister Markus Fäßler und auch der ehemalige Landesrettungskommandant Werner Meisinger über die Video-Schaltung dem Dornbirner Team rund um Kommandant Michael Rüdisser. Mit weiteren Beförderungen und Ehrungen – unter anderem wurde Alt-Kommandant Hans-Peter Schwendinger zum Ehrenkommandant ernannt – endete die diesjährige Jahreshauptversammlung, und Michael Rüdisser hofft nun auf ein etwas ruhigeres restliches Jahr 2021. MIMA

„Durch die Einführung des Notfallrettungswagens sind wir beim Rettungsheim am Limit.“

Kommandant Michael Rüdisser hofft au ein ruhigeres Jahr 2021.
Kommandant Michael Rüdisser hofft au ein ruhigeres Jahr 2021.