Bildungsdirektion unterstützte tägliche Tests an VS Rankweil Montfort

Vorarlberg / 28.04.2021 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bildungsdirektion unterstützte tägliche Tests an VS Rankweil Montfort

Nach Intervention des Jugendanwalts bestand Ministerium auf Freiwilligkeit.

BREGENZ Wie die VN berichteten, durchkreuzten drei Elternteile sowie Kinder-und Jugendanwalt Michael Rauch die Pläne der Volksschule Rankweil Montfort, ihre 250 Schüler nach gehäuften Ansteckungsfällen für zwei Wochen täglich testen zu lassen.

„Unverhältnismäßig“

Rauch hatte das Vorhaben, initiiert von Direktor Simon Hagen, als „unverhältnismäßig“ bezeichnet und eine rechtliche Prüfung von Bundesseite gefordert. Resultat: Das Bildungsministerium entschied, dass die zusätzlichen zwei Tests am Dienstag und Donnerstag freiwillig sein müssten. Aufgrund des großen administrativen Aufwandes verzichtete die Schule daraufhin auf diese ergänzenden Testungen. In der Bildungsdirektion Vorarlberg ist diese Entscheidung nicht wirklich nachvollziehbar. „Wir hatten die Vorgangsweise des Direktors gebilligt. Er hat uns von Beginn an in die Pläne eingebunden. Uns erschien diese Maßnahme absolut gerechtfertigt – in Anbetracht der gehäuften Zahl an Ansteckungen an der Schule und auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich dort Schüler mit hohem gesundheitlichem Risiko befinden“, formuliert Kommunikationschefin Elisabeth Mettauer-Stubler (39) die Sichtweise der Vorarlberger Schulbehörde.

Auch rechtlich habe es im Land keine Bedenken gegeben. „Diese Maßnahme wäre ja nur auf zwei Wochen begrenzt gewesen, und sie wurde von lediglich drei Elternteilen beanstandet. Alle anderen Eltern hätten nichts gegen die zusätzlichen Testungen gehabt, viele haben sie offensichtlich für gut befunden“, ergänzt Mettauer-Stubler.

Keine Beanstandungen

Laut Auskunft der Bildungsdirektion seien bisher keinerlei negative Begleiterscheinungen beim sogenannten Nasenbohrertest gemeldet worden. „Die Testabläufe sind an den Schulen zufriedenstellend eingespielt. Wir sind froh, dass alles so gut klappt“, betont die BID-Kommunikationschefin. VN-HK

„Wir hatten die Vorgangsweise des Direktors gebilligt. Er hat uns mit eingebunden.“