Weiler auf dem Weg zur Energieautonomie

Vorarlberg / 28.05.2021 • 15:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde Weiler startete mit den Vorarbeiten für den Beitritt zum landesweiten e5-Programm.<span class="copyright">VN/Steurer</span>
Die Gemeinde Weiler startete mit den Vorarbeiten für den Beitritt zum landesweiten e5-Programm.VN/Steurer

Gemeindevertretung gibt Startschuss für Beitritt zum e5-Programm.

Weiler 50 Vorarlberger Gemeinden sind inzwischen Mitglied im e5-Landesprogramm. Damit leben laut Energieinstitut Vorarlberg bereits 85 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung in sogenannten e5-Gemeinden. Auch der Umwelt- und Mobilitätsausschuss von Weiler hat sich die Entwicklung zu einer e5-Komunne als Ziel gesetzt. Und so soll die Gemeinde im Jahr 2022 Mitglied der großen Energiefamilie werden.

Umfassende Bestandsaufnahme

Nachdem in jedem Jahr jeweils nur drei neue Mitglieder in das seit 1998 bestehende e5-Programm aufgenommen werden, muss sich Weiler noch etwas gedulden und kann erst im kommenden Jahr dazustoßen. Nichtsdestotrotz startete das neu zusammengesetzte e5-Team in Weiler rund um Gemeindevertreter Alfred Lins bereits mit den Vorarbeiten. Als Erstes steht eine umfassende Bestandsaufnahme auf dem Programm. „In den kommenden Wochen und Monaten werden wir erstmals evaluieren, was vorhanden ist, wo es Handlungsbedarf gibt und was wir in weiterer Folge auf Gemeindeebene weiter beitragen können“, so der Obmann des Umwelt- und Mobilitätsausschusses.

Erste wichtige Schritte gesetzt

Dabei ist Weiler in Sachen Energieautonomie bereits auf einem guten Weg. Mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bauhofs, der sukzessiven Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED oder dem Glyphosatverbot auf Gemeindeflächen wurden erste wichtige Schritte gesetzt. Dazu erfolgten in den letzten Jahren der Ausbau der Landesroute und die Errichtung eines Rad- und Fußwegs im Bereich Treiet/Betriebsgebiet Buxera. „Das Gebot der Stunde muss sein, auch in Zukunft verantwortungsvoller mit den Ressourcen unserer Umwelt umzugehen“, erklärt Lins und freut sich über den Beschluss der Gemeindevertretung, im kommenden Jahr dem e5-Programm beizutreten.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme sollen in weiterer Folge – aufbauend auf den Stärken und Potenzialen der Gemeinde – konkrete Aktivitäten und Ziele ausgearbeitet werden. Erste Pläne gibt es schon, daneben hat das e5-Team bereits die Schaffung von Blumenwiesen und Blumeninseln auf gemeindeeigenen Flächen sowie die Erneuerung der Beschilderung im Industriegebiet als erste kurzfristige Projekte vorgegeben. „Dazu planen wir, auch die aktuell laufende Erstellung des räumlichen Entwicklungskonzepts in den e5-Prozess mit einzubeziehen“, gibt Bürgermeister Dietmar Summer ein weiteres Ziel vor.

Spätestens in drei Jahren will Weiler dann die Früchte seiner Arbeit in Form einer externen Zertifizierung und Bewertung analog den Hotelsternen mit bis zu fünf „e“ ernten. Nicht zu vergessen, die Arbeit soll der Gemeinde auch Ansporn für jeden einzelnen Bürger sein, um Weiler für die Zukunft enkeltauglich zu machen. MIMA