Vater griff zur Motorsäge

Vorarlberg / 01.06.2021 • 16:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vater griff zur Motorsäge
Mit einer Motorsäge kam ein aufgewühlter Vater seiner Tochter zu Hilfe, nachdem sie unerwünschten Besuch bekommen hatte. Symbol/VN

Höchster (45) beendete eskalierenden Krawall vor seinem Haus auf dramatische Weise.

Höchst Im Grunde waren die beiden Mädchen eigentlich Freundinnen. Doch im Verlauf des vergangenen Montags gerieten sich die beiden wegen eines Streits, über dessen Ursache sich die Polizei im Unklaren ist, buchstäblich in die Haare.

Mit Unterstützung auf den Weg

Eines der Mädchen, 18 Jahre alt, rekrutierte als Unterstützung schließlich zwei Männer und eine weitere Frau (alle im Alter von 18 bis 22 Jahren), um ihrer Widersacherin, einer 17-Jährigen, einen Besuch an ihrem Wohnort in Höchst abzustatten. Das Quartett kreuzte um 23.30 Uhr mit einem Auto bei dem Haus auf. „Es sollte zunächst um eine gegenseitige Aussprache gehen“, sagte Polizeisprecher Horst Spitzhofer den VN. „Dann kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, die sich mit lautstarken Beschimpfungen fortsetzte.“

Leichte Blessuren

Doch auch dabei sollte es nicht bleiben. Die Situation eskalierte, als es zwischen den beiden zerstrittenen Mädchen schließlich zu körperlichen Attacken kam. Sie fügten sich dabei Blessuren, jedoch keine schweren Verletzungen zu, hieß es.

Durch den Krawall aufgeschreckt, griff schließlich der 45-jährige Vater der 17-Jährigen ein. Der Höchster kam seiner Tochter zur Hilfe und geriet aufgrund des tätlichen Angriffs auf sie derart in Rage, dass er seine Motorsäge holte. „Verschwindet!“, soll er laut Polizei den unerwünschten Besuchern entgegengeschmettert haben.

Um seiner Aufforderung Nachdruck zu verleihen, startete der 45-Jährige die Säge und forderte die jungen Leute auf, unverzüglich sein Grundstück zu verlassen. Wie ernst er es damit meinte, zeigte sich in seiner nächsten Aktion. So ging er mit der laufenden Motorsäge auf den Pkw des Quartetts zu und schnitt in dessen Motorhaube.

Polizei alarmiert

Der 45-Jährige entschloss sich dennoch, selbst die Polizei zu alarmieren. Alsbald machten sich zwei Streifen und eine Diensthundestreife auf den Weg zum Vorfallsort. Schlussendlich wird der nächtliche Eklat für sämtliche Beteiligten der Auseinandersetzung unangenehme Folgen nach sich ziehen: Sie werden wegen unterschiedlicher Delikte (Körperverletzung, gefährliche Drohung und Sachbeschädigung) bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.