Stadt wird Vermieter des AKS Gesundheit

Vorarlberg / 01.07.2021 • 16:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stadt wird Vermieter des AKS Gesundheit

Räume gegenüber neuer Kinderarztpraxis sollen Vorteile bringen.

Dornbirn Die Stadt Dornbirn kauft um 4,8 Millionen Euro Anteile eines geplanten Gebäudes an der Ecke Stadtstraße/Kreuzstraße, um sie dann an das AKS zu vermieten. Das hat die Stadtvertretung kürzlich beschlossen. Eine Entscheidung, die im Finanzausschuss noch auf Gegenwind stieß, weil die Stadträte nur Stunden vorher die Unterlagen für den Plan bekamen. In der Sitzung waren es nur Teile der Grünen, deren Bedenken nicht ausgeräumt waren, sie hätten den Punkt gern vertagt. Das hätte jedoch bedeutet, den Deal nicht eingehen zu können, wie Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (VP) mehrfach betonte.

Kinderärztlicher Campus?

Die Räume, für die sich das AKS interessiert, liegen gegenüber des neuen Kinderarztzentrums in der Kreuzsstraße. Ob dies für die kleinen Patienten einen nennenswerten Vorteil bringt, darüber gab es unterschiedliche Meinungen. Dass Synergieeffekte entstehen werden, bezweifelte Wolfgang Juen aus der Grünen-Fraktion, Sozialstadträtin Marie-Louise Hinterauer (VP) hingegen schwebte gar ein Kindermedizinischer Campus vor. Anstatt jedoch das AKS zu bezuschussen, möchte die Stadt die Räume vom Bauherrn, der Firma Rhomberg Bau, kaufen, um sie an das AKS zu vermieten. „Eine Win-win-Situation“, meinte die Bürgermeisterin.

Umweltstadträtin Juliane Alton war sich da nicht so sicher. „Wir befeuern den Bauboom und die Firma Rhomberg hat den Nutzen“, beklagte sie und forderte, die Stadt solle nachverhandeln, etwa um die Kaufoption des ein oder anderen Grundstücks. Oder über den Bau günstiger Wohnungen, griff Walter Schönbeck (FPÖ) die Idee auf. Dem teilte die Bürgermeisterin eine Absage, „wenn Rhomberg nicht an uns verkauft, baut er halt Wohnungen“, erklärte sie. Außerdem dränge die Zeit, eine Vertagung würde bedeuten, dass die Räume anderweitig verplant würden.

Obwohl, wie etwa Vizebürgermeister Markus Fäßler (SPÖ) und Hochbaustadtrat Christoph Waibel (FPÖ) erklärten, sie im Ausschuss dagegen waren, weil sie die Fraktion vorher nicht hatten konsultieren können, waren bei 32 der 36 Stadtvertreter die Bedenken am Ende verflogen. Bis auf vier Vertreter der Grünen-Fraktion stimmte das Gremium für den Kauf. VN-pes

„Es ist besser, die Anteile selbst zu kaufen und sie dann an das AKS zu vermieten.“