Ganzheitlich nachhaltig

Vorarlberg / 02.07.2021 • 17:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Grabher: „Wir wollen garantieren, dass nicht nur ,nachhaltig‘ draufsteht, sondern auch drin ist.“
Stefan Grabher: „Wir wollen garantieren, dass nicht nur ,nachhaltig‘ draufsteht, sondern auch drin ist.“

„Warum wir dazu Fair-Wear-, GOTS- und C2C-Zertifizierungen brauchen.“

DORNBIRN „Unser Ziel ist es, ganzheitlich nachhaltig zu agieren – und unsere Ergebnisse unseren KundInnen klar zu kommunizieren“, betont Inhaber und Geschäftsführer der Mary Rose/Paptex-Textilhandels GmbH, Stefan Grabher, der sich als innovativer Unternehmer über die VN-Klimaschutzpreis-Auszeichnung 2020 freuen konnte. „Bisher haben wir noch keine Zertifizierungsstelle entdeckt, die alle Prozesse der Heimtextilproduktion – vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zu sozial fairen Arbeitsbedingungen – zu unserer vollsten Zufriedenheit abdeckt. So achtet zwar GOTS auch auf die Einhaltung von sozialen Kriterien bei den Bio-Bauern, überwacht aber nicht die Arbeitsbedingungen in den weiteren Produktionsschritten. Deswegen arbeiten wir mit drei verschiedenen Zertifizierern/Auditierern zusammen, die unserer Meinung nach mit den höchsten Standards auf ihren jeweiligen Gebieten arbeiten. So garantieren wir unseren KundInnen vollste Transparenz und Nachverfolgbarkeit und schließen eventuelle Lücken – nur so kann ein ,Green Washing‘ bestmöglich verhindert werden.“

„Mit den Strukturen vor Ort ist es fast unmöglich, als relativ kleines Unternehmen mit den Produzenten gemeinsam Dinge zu entwickeln und die Umsetzung umfassend zu überwachen. Fair Wear hat die Mittel und Möglichkeiten, um Missstände rechtzeitig aufzudecken und Druck auszuüben“, führt Grabher aus. „Außerdem überprüfen sie alle Betriebe des Unternehmens, ein „Green Washing“ als FWF-Mitglied ist daher kaum möglich. GOTS ist unserer Meinung nach einer der besten Standards für den Anbau von biologischen Naturfasern wie Baumwolle und Leinen. Sie decken nicht nur Anbau und Verarbeitung ab, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Bio-Bauern. C2C entspricht einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz, weswegen wir C2C GOLD Level auch als die Königsdiziplin bezeichnen. Unser Ziel ist es, unser C2C-Sortiment weiter auszubauen, aber das braucht Zeit, Geld und viel Entwicklungsarbeit. Um ein C2C Produkt herzustellen, müssen alle bisherigen Methoden überdacht und neu erfunden werden – vom Farbstoff über das Garn bis zum Stoff für das Etikett – alles muss sich rückstandslos in den Kreislauf zurückführen lassen.“ Das Unternehmen ist zudem Mitglied des Klimaneutralitätsbündnisses.

„Wer Nachhaltigkeit leben will, muss ganzheitlich denken, denn es reicht nicht aus, in einem bestimmten Bereich nachhaltig zu sein. Wir setzen auf verschiedene Auditierer/Zertifizierer, um unseren KundInnen Transparenz zu garantieren. Nur so können sie auch wirklich sicher sein, dass nicht nur ,nachhaltig‘ drauf steht, sondern auch nachhaltig drin ist“, schließt Grabher. VD

Mehr Informationen unter www.maryrose.at