An der Pipeline kehrte Ruhe ein

Vorarlberg / 04.07.2021 • 16:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An der Pipeline kehrte Ruhe ein
Kurz vor 20 Uhr an der Pipeline: Polizisten setzen die Bestimmungen durch. ALLE BILDER: VN/RAUCH

Das vergangene Wochenende brachte Besserung. Die Jugend hofft, zumindest am Sporthafen geduldet zu werden.

Bregenz Kurz vor 20.00 Uhr versinkt die Sonne gegenüber der Pipeline im Bodensee. Eine Familie mit Kleinkindern ist noch am Baden, wenige Meter weiter lassen einige Männer mittleren Alters Musik laufen. Insgesamt ist es so, wie es sich die Stadtoffiziellen wünschen, dafür sorgt auch die starke Präsenz der Stadtpolizei. Auch an der nahen Tankstelle ist noch niemand.

Der Wiking-Hafen am Freitagabend.
Der Wiking-Hafen am Freitagabend.

Derweil füllt es sich auf der Wiese hinter dem Ruderverein Wiking am Sporthafen. Die Atmosphäre ist laut, aber entspannt. “Es sind schon mehr als sonst, und auch jüngere”, bestätigt ein Stammgast der etwas versteckten Liegewiese. “Es ist an der Pipeline schon brutal zugegangen, es gab aber anfangs auch viel zu wenig Mülleimer”, erinnert sich Aron Schnetzer aus Weiler. Er und seine Freunde aus dem Oberland wurden durch die strengen Verbote von der Pipeline vertrieben, in den entsprechenden Gruppen wurden sie auf die Wiking-Wiese aufmerksam. “Das Publikum ist hier jetzt aber auch viel chilliger”, bemerkt sein Freund Fabian Rinnhofer aus Rankweil. “Wir suchen ja nur einen gemütlichen Ort am See”, fasst er das Bedürfnis der Jugendlichen zusammen.

Aron (ganz links) und Fabian (rechts außen) sind auf die Wiking-Wiese ausgewichen.
Aron (ganz links) und Fabian (rechts außen) sind auf die Wiking-Wiese ausgewichen.

Tatsächlich ist es offensichtlich vor allem die Jugend unter 18, die sich am Sporthafen versammelt. Sie hoffen, hier nun bleiben zu können. “Wenn mehr Verbote kommen, verlagert es sich nur weiter”, weiß Rinnhofer. Zurück zur Pipeline: Ein Mann mit bundesdeutschem Dialekt wird wegen dem Bier in seiner Hand auf das Alkoholverbot angesprochen. “Ich kenne meine Rechte”, beginnt er eine Diskussion mit der Fußstreife. Erst nach einer minutenlangen Diskussion und Androhung einer Anzeige wirft er die Dose weg. Währenddessen blieb es am weiteren Abend ruhig, berichten Anrainer – vermutlich nicht zuletzt dank des EM-Viertelfinales.