Verstärktes Grundrauschen

Vorarlberg / 04.07.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Verstärktes Grundrauschen
VN/PAULITSCH

Infektionsgeschehen geht kaum noch zurück, da und dort gibt es leichte Anstiege.

SCHWARZACH Österreich ist mit acht Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage in die vergangene Woche gegangen und nach einem vorübergehenden Rückgang auf sieben auch wieder mit acht herausgegangen. Das Niveau ist damit sehr niedrig geblieben. Bemerkenswert ist jedoch, dass es zuletzt auch in Deutschland und der Schweiz mit einer langanhaltenden Phase sinkender Werte vorbei war. In der Schweiz liegt die Inzidenz bei zehn, in Deutschland gar nur bei fünf.

Ab sofort könnte es wieder spannend werden, ein zunehmendes Infektionsgeschehen könnte jedoch bei weitem nicht mehr so schlimme Folgen haben wie in der Vergangenheit. Mehr und mehr greift die Delta-Variante um sich, die in Indien erstmals festgestellt worden ist. Das Prognosekonsortium des österreichischen Gesundheitsministeriums geht davon aus, dass sie das Fallgeschehen bereits dominiert. Sie ist leichter übertragbar und das lässt auch mehr Infektionen befürchten. Außerdem wird das Fallgeschehen zunehmend von einzelnen Cluster-Ereignissen getrieben, die nicht progonstiziert werden könnten, so die Experten: „Kurzfristige, sprunghafte Veränderungen insbesondere in der Wachstumsrate der Neuinfektionen sind deshalb zunehmend wahrscheinlich.“

Vorarlberg konstant

Vorarlberg ist übers Wochenende bei einer Inzidenz von sechs geblieben. Kärnten und Tirol stehen mit eins bzw. zwei am besten da. Am höchsten ist die Inzidenz in Wien. Hier beträgt sie immerhin 19. Die Stadt hat bereits reagiert: Selbsttests reichen nicht mehr aus für Lokalbesuche.

Verstärktes Grundrauschen

Im Bodenseeraum gibt es zunehmend unterschiedliche Entwicklungen: Für den Landkreis Lindau, der Mitte Juni mit einer Inzidenz von über 70 deutscher „Hotspot“ war, werden nur noch zwei ausgewiesen. Das ist der kleinste Werte in der Gegend. Auf niedrigem Niveau leicht steigend war der Trend in den vergangenen Tagen im Oberallgäu und in Ravensburg. Liechtenstein, das schon knapp vor einem Rückgang auf null gestanden war, liegt wieder bei einer Inzidenz von 21. Dafür reichen freilich schon ein, zwei Fälle pro Tag.

Überall weiter sinkend ist die Zahl der Spitalspatienten. Und diesbezüglich besteht auch im Hinblick auf eine Ausbreitung der Delta-Variante Hoffnung: In Großbritannien gibt es zwar schon fast so viele Neuinfektionen wie im vergangenen Herbst, ins Spital gebracht werden müssen jedoch viel weniger Menschen. Infektionen werden überwiegend bei Jungen festgestellt, bei denen Erkrankungen milder verlaufen. Ältere sind durch Impfungen immunisiert.