Hopfner wird Staudinger-Nachfolger

Vorarlberg / 09.07.2021 • 15:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hopfner wird Staudinger-Nachfolger
Martin Staudinger gibt sein Amt ab. VN/HARTINGER

Martin Staudinger gibt im Oktober das Amt als SPÖ-Chef ab.

Bregenz Die Vorarlberger SPÖ bekommt einen neuen Chef. Wie der aktuelle Landesparteivorsitzende im VN-Sommergespräch ankündigt, wird er das Amt am Landesparteitag am 16. Oktober abgeben. Sein Wunsch ist, dass der aktuelle Klubobmann Thomas Hopfner das Amt übernimmt. Im Sommergespräch wirbt er: “Thomas Hopfner macht die Arbeit als Klubobmann ausgezeichnet. Ich würde mich freuen, wenn er das Ganze übernehmen würde.” Hopfner bestätigt auf VN-Anfrage: “Ja, ich kandidiere am 16. Oktober für den Parteivorsitz.”

2016 gab Langzeitobmann Michael Ritsch die Partei an Gabriele Sprickler-Falschlunger ab, zwei Jahre später übernahm Martin Staudinger. Thomas Hopfner wird also der dritte Landeschef in fünf Jahren. Staudinger hat seinen Rückzug schon vor einem Jahr in einem VN-Sommergespräch angekündigt, sollte er Harder Bürgermeister werden. “Nun wird es ein geordneter Übergang”, freut sich Staudinger. Hopfner beerbte nach der Wahl Staudinger schon als Klubobmann. “Immer mehr hat sich herauskristallisiert, dass er dafür geeignet ist, die Partei zu übernehmen”, fährt der Harder Bürgermeister fort. “Er ist eigentlich der Politikaufsteiger des Jahres!” Außerdem sei es klassischerweise so, dass der Klubobmann und der Parteivorsitzende dieselbe Person ist.

Im VN-Sommergespräch eröffnete Martin Staudinger, dass er sein Amt im Oktober an Thomas Hopfner abgeben möchte.<span class="copyright"> VN/Stiplovsek</span>
Im VN-Sommergespräch eröffnete Martin Staudinger, dass er sein Amt im Oktober an Thomas Hopfner abgeben möchte. VN/Stiplovsek

Thomas Hopfner blickt noch einmal auf den Herbst zurück. “Mich hat vor einem halben Jahr den Ruf in die Politik eher zufällig ereilt. Und wenn nun der Ruf der Partei ist, dass ich dieses Amt auch übernehmen soll, werde ich mich natürlich der Verantwortung stellen.” Er wird jedoch erst beim Parteitag das Amt übernehmen. Es sei nicht nötig, ihn davor zu designieren. “Martin Staudinger wird das Amt bis dahin weiter ausführen.” Ob er auch bei der Landtagswahl antritt, sei mit der Vorsitzübernahme allerdings nicht gesagt. “Am Parteitag wird ja auch der komplette Vorstand neu gewählt. An diesen Personen liegt es dann, Klarheit zu schaffen, wie es weitergeht. Aber bis zur Wahl ist ja noch etwas Zeit.” Klar sei jedenfalls: “Die Partei braucht wieder mehr Körperspannung. Die Freude, die wir innen haben, muss auch außen sichtbar werden.”

Das Wichtigste sei, dass die Entscheidung zügig gefallen ist. “Die Menschen möchten, dass sich Parteien und Politiker mit Inhalten beschäftigen, nicht mit dem eigenen Innenverhältnis”, sagt Hopfner. Zu tun sei nämlich genug.

VN-Sommergespräche

Das komplette VN-Sommergespräch mit Martin Staudinger lesen Sie in der Dienstagsausgabe der VN und sehen Sie am Dienstag um 17 Uhr auf Vorarlberg live.

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