Freie Montessori Schule Altach setzt auf die Kraft der Sonne

Vorarlberg / 14.07.2021 • 14:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schüler der 7. und 8. Schulstufe beim Reinigen der gebrauchten PV-Module.<span class="copyright">Freie Montessori Schule ALtach</span>
Die Schüler der 7. und 8. Schulstufe beim Reinigen der gebrauchten PV-Module.Freie Montessori Schule ALtach

Kick-off zum Erasmus+ Nachhaltigkeitsprojekt 21/22: Eigene Photovoltaikanlage kommt auf das Dach.

Altach Die Freie Montessorischule beschäftigt sich im Rahmen eines zweijährigen Erasmus+ Projektes speziell mit dem Thema Nachhaltigkeit. Am letzten Montag des Schuljahres fand an der Freien Montessori Schule in Altach die Kick-off-Veranstaltung für ein Photovoltaikprojekt statt.

Schüler wirken aktiv mit

Einige der Schülerinnen und Schüler engagieren sich schon seit Längerem bei den Fridays-for-Future-Aktivitäten. Jetzt haben sie die Möglichkeit, ihre Begeisterung und ihren Tatendrang in die Tat umzusetzen: Denn der Trägerverein der Freien Montessori Schule hat sich dafür entschieden, zukünftig seinen eigenen Strom auf dem Dach der Schule zu produzieren. Dieses Vorhaben wollen die Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr gemeinsam mit ihren Lehrpersonen umsetzen.

Nach der Reinigung werden die Module bis zur Montage im Keller gelagert werden.
Nach der Reinigung werden die Module bis zur Montage im Keller gelagert werden.

Patrick Domig von der Arbeitsgemeinschaft für erneuerbare Energien (aeev.at) hat bereits im Vorfeld die ersten Berechnungen zum Projekt gemacht; und nun dürfte – dank der Statik-Abklärungen der Firma Frick&Schöch ZT GmbH – der Verwirklichung nichts mehr im Wege stehen.

89 Module blitzblank geputzt

Ganz nach dem Motto „Aus Alt mach Neu“ nahmen die Jugendlichen für dieses Projekt 89 gebrauchte Photovoltaikmodule in Empfang. Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Schulstufe reinigten diese, damit sie bis zu ihrer Montage im kommenden Schuljahr im Schulkeller zwischengelagert werden können. Die Jugendlichen wollen die PV-Module im Herbst mit einer professionellen Firma selbst auf dem Dach installieren.

Das Anbringen der Module ist im Grunde nur der letzte Schritt des Erasmus+ Projektes, bei dem der Nachwuchs aktiv mitwirkt. Vorgelagert waren und sind verschiedenste Workshops und Unterrichtseinheiten zu den Themenfeldern nachhaltige Energiequellen, Klimaschutz und Ökologie, bei denen die ganze Schule mit eingebunden ist. Einige Workshops werden vom Verein Jugend Energy (jugendenergy.li) geleitet, der seit zehn Jahren Photovoltaikprojekte mit Schulen umsetzt. Ebenso werden die Schülerinnen und Schüler die PV-Anlage mit Profis berechnen und in die Sponsoringaktivitäten zur Finanzierung der Anlage sowie in die Öffentlichkeitsarbeit mit einbezogen.

Das angestoßene Nachhaltigkeitsprojekt öffnet für alle Beteiligten einen Lern- und Erfahrungsraum, wie Schulen, Unternehmen und NGOs gemeinsam den Weg in eine lebensdienliche Zukunft für alle gestalten können.