FPÖ fordert Zuschuss und mehr Pension für Mütter

Vorarlberg / 17.07.2021 • 14:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
FPÖ fordert Zuschuss und mehr Pension für Mütter
Andrea Kerbleder möchte mehr Unterstützung für Mütter. FPÖ

Blaue erneuern Forderung nach dem Vorbild des Berndorfer Modells.

Bregenz Die Salzburger Gemeinde Berndorf mit ihren knapp 1700 Einwohnern sorgt seit 2013 für kontroverse Debatten. Der regierende ÖVP-Bürgermeister ist nämlich überzeugt: Mütter, die zu Hause bleiben, würden finanziell gegenüber jenen, die arbeiten gehen, benachteiligt. Er spricht von familieninterner Betreuung, die gefördert werden müsse. So ersann die Kommune ein Modell, das Eltern eine Entschädigung erhalten, die samt Kinderbetreuungsgeld so hoch wie die Sozialhilfe sein soll. Derzeit sind es rund 300 Euro pro Monat, die eine Familie zusätzlich erhält, wenn sie ihr Kind ausschließlich in der Familie betreut. Schon länger fordert die Vorarlberger FPÖ, dieses Modell auch in Vorarlberg umzusetzen. Ein Antrag im Jahr 2019 wurde abgelehnt. Nun orten die Freiheitlichen Bereitschaft in der ÖVP, weshalb ein neuer Anlauf gestartet wird.

FPÖ-Chef Christof Bitschi erläutert: „Damit wir echte Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung schaffen können, müssen wir dafür sorgen, dass es sich Eltern in Zukunft wieder leisten können, wenn sie länger bei ihren Kindern zu Hause bleiben möchten.“ Abgeordnete Andrea Kerbleder möchte sich aber nicht zu sehr festlegen: „Die Schaffung der Wahlfreiheit kann durch die Umsetzung des FPÖ-Familiengeldes oder auch durch einen jährlichen Zuschuss erfolgen.“ Außerdem beantragen die Freiheitlichen, dass Mütter pro Kind und Monat zusätzlich 200 Euro Pensionsbonus angerechnet wird.

In Berndorf ist es derzeit nur die Gemeinde selbst, die ein Drittel des Vorhabens tatsächlich auszahlt.