Warum in St. Gallenkirch künftig auf dem Bauhof-Areal geparkt wird

HE_Blude / 17.07.2021 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Warum in St. Gallenkirch künftig auf dem Bauhof-Areal geparkt wird
Im Idealfall soll das Parkhaus bis 2023 fertiggestellt werden.

In der letzten Gemeindevertretungssitzung vor der Sommerpause wurden in St. Gallenkirch noch einige Entscheidungen gefällt.

Was lange währt, wird endlich gut: Der Quartiersentwicklungsprozess in Galgenul, an dem die Silvretta Montafon (SiMo) gemeinsam mit der Gemeinde gearbeitet hat, ist abgeschlossen und die Umwidmung der Vaya-Fläche genehmigt. Seit über drei Jahren wird von beiden Seiten versucht, eine Lösung zu finden – diese scheint nun gefunden. Denn das fehlende Verkehrskonzept im Ortsteil von St. Gallenkirch war das größte Problem für das Hotelprojekt.

Zweistöckiges Parkhaus

Im Winter 2018/19 war von der Silvretta Montafon eine Stellplatzanalyse gemacht worden. Diese ergab, dass den Touristen sowie dem Personal insgesamt 1780 Parkplätze zur Verfügung stehen. Allein 600 dieser Parkplätze befinden sich aktuell auf dem Vaya-Grundstück. Als Kompensation dieser wegfallenden Parkplätze bietet SiMo-Geschäftsführer Martin Oberhammer nun folgende Lösung an: Der Bauhof erhält einen neuen Standort, und an seiner Stelle wird ein zweistöckiges Parkhaus mit Platz für 300 Autos geschaffen – 150 Parkplätze pro Etage. Mittels Shuttlebussen werden die Tagesgäste zur rund 330 Meter entfernt liegenden Valisera- bzw. Grasjochbahn befördert. „Das Parkhaus ist an der Landesstraße gelegen, damit fahren auch weniger Autos durch das Ortszentrum“, erachtet Oberhammer den Standort als passend. Bei idealem Projektverlauf könnte das Parkhaus bis 2023 fertiggestellt sein.

Die ersten Vorgespräche dahingehend wurden bereits geführt. Da dieses Gebiet teilweise eine Gefahrenzone darstellt, wird es entsprechende Auflagen geben. Auch eine Lösung für den Hubschrauberlandeplatz muss gefunden werden. Dafür wird man sich mit dem ÖAMTC absprechen.

Kostenpflichtige Stellplätze

Für den Bauhof wurden bereits zwei neue Standorte ins Auge gefasst. Welche das sind, möchte Oberhammer aber nicht genauer ausführen. Das Parken in der Parkgarage bleibe kostenlos. Direkt an der Valisera-Talstation wird es ebenfalls Parkplätze geben, aufgrund der beschränkten Anzahl werden diese aber kostenpflichtig sein. Für Saisonkarteninhaber gebe es ein entsprechendes Angebot mit einem Saisonkartenparkplatz zu kaufen.

Beim Vaya-Hotel wiederum wird es eine Parkgarage für die Hotelgäste geben. Von den Anrainern wurde deswegen bereits ein Stau durch das Ortszentrum befürchtet. Diese Angst kann die Tiroler Vaya Group aber nehmen. Die Parkgarage wurde eingerückt und vier Zufahrtsspuren sollen gewährleisten, dass kein Rückstau den Verkehr im Ortskern stört. Die Oberfläche der Tiefgarage wird asphaltiert und im Winter als Parkplatz verwendet. Für den Sommer gibt es bislang noch keine konkreten Pläne. Vorschläge seien herzlich willkommen, heißt es dazu.

Straße in Gemeindehand

Was die Durchfahrtsstraße anbelangt, ist St. Gallenkirchs Bürgermeister Josef Lechthaler bereits mit Landesrat Marco Tittler in Gesprächen. Zukünftig soll die Kreuzgasse keine Landesstraße mehr sein und somit in Gemeindehand fallen. Daraus wird dann eine Begegnungszone konzipiert.