Der Pegelstand ist kein Problem für die Seebühne

Vorarlberg / 18.07.2021 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Pegelstand ist kein Problem für die Seebühne
Die Seebühne war nie in Gefahr. VN/STIPLOVSEK

Wassermassen haben Festspiele nicht in Gefahr gebracht.

Bregenz Das meiste Wasser des Landes landet früher oder später im Bodensee. Bei den Bregenzer Festspielen rechnet man damit, dass der Pegel heute, Montag, noch etwas steigt, bevor er sich wieder senkt. Allerdings nie so weit, dass die Seebühne in Gefahr ist, betont der technische Direktor der Bregenzer Festspiele, Wolfgang Urstadt. “Wir sind mit dem Pegel eigentlich noch 50 Zentimeter unter dem Stand, ab dem es kritisch wird. Für Rigoletto wird es uns keine Probleme machen.” Auch der Wetterbericht lässt auf eine perfekte Premiere am Donnerstag hoffen.

Auf die erste Reihe fehlte noch mehr als ein Meter.<span class="copyright"> VN/Stiplovsek</span>
Auf die erste Reihe fehlte noch mehr als ein Meter. VN/Stiplovsek

In den vergangenen Tagen hat es kräftig geregnet. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Innsbruck meldet für mehrere Messstationen über 100 Liter Niederschlag, vor allem am Arlberg und im Bregenzerwald. “Das kommt nicht so oft vor”, bekräftigt Michael Winkler von der ZAMG. “Der Arlberg und der Wald können das aber leicht aushalten.” Dennoch waren die Pegelstände der Flüsse beachtlich. “Die Bregenzerach war ein reißender Fluss”, fährt Winkler fort. Der Bodensee hat die Zuflussmenge jedoch locker vertragen, sodass bei den Festspielen niemand nervös wurde.

Der Wasserstand war hoch, aber kein Problem.<span class="copyright"> VN/Stiplovsek</span>
Der Wasserstand war hoch, aber kein Problem. VN/Stiplovsek

Erst wenn der Pegelstand 50 Zentimeter höher wäre, würde es erste Probleme mit den Scheinwerfern bei der Seebühne geben, sagt Urstadt. “Dann würde das Wasser aber auch schon über die Handkrausen hinaus gehen. Das wäre spieltechnisch zwar ein Problem, wir könnten uns aber selbst in diesem Fall noch helfen.” Wirklich kritisch würde es, wenn die erste Zuschauerreihe unter Wasser steht. “Aber da bräuchten wir jetzt noch über einen Meter.” Den aktuellen Pegelstand erreicht der Bodensee normalerweise zwei bis drei Wochen früher. “Das ist eigentlich nur zeitverschoben”, fährt Urstadt fort. “In der Regel fällt mit der Premierenwoche der Pegel, so ist es auch heuer angekündigt.” Die große Aufgabe bleibt also nicht das Wasser, sondern die Kontrolle der 3G-Regel, die schon auf dem Vorplatz gilt.

In Fußach kam es in Seenähe zu Überschwemmungen. <span class="copyright">VN/Stiplovsek</span>
In Fußach kam es in Seenähe zu Überschwemmungen. VN/Stiplovsek

Während der Pegel fällt, steigen die Temperaturen, wie Winkler von der ZAMG betont. “Am Montag wird es nur noch Restwolken geben.” Am Dienstag könnten zwar noch einige Wolken am Himmel hängen bleiben, insgesamt sei aber mit ausgezeichnetem Wetter zu rechnen. “Ab Mittwoch haben wir astreines sommerliches Hochdruckwetter mit bis zu 30 Grad und sehr geringer Gewitterwahrscheinlichkeit.” Es winkt perfektes Premierenwetter mit einem perfekten Bühnenbild, denn: Der hohe Wasserstand habe einen Vorteil, wie der technische Direktor der Festspiele, Wolfgang Urstadt, betont. “Rein optisch sieht es viel besser aus als bei einem Tiefwasserstand. Fürs Bild ist das Wasser nicht schlimm.”

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