Kompromiss im Disput um Reitangebot

Vorarlberg / 18.07.2021 • 18:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Propstei St. Gerold im Großen Walsertal möchte ein besonderer Ort sein und bleiben, und das gilt für alle ihre Besucher.kathkirche
Die Propstei St. Gerold im Großen Walsertal möchte ein besonderer Ort sein und bleiben, und das gilt für alle ihre Besucher.kathkirche

Propstei St. Gerold will weiterhin für Menschen mit Behinderung offen sein.

St. Gerold Die Neuausrichtung des therapeutischen Reitangebots in der Propstei St. Gerold sorgte, wie schon mehrfach berichtet, für einigen Unmut. Eltern von Kindern mit Behinderung und Physiotherapeuten beklagten, dass es in den adaptierten und sanierten Reitanlagen der Propstei keine Hippotherapie mehr gebe. Propst Martin Werlen verwies auf die pferdegestützte Therapie und betonte deren ganzheitlichen Ansatz, der damit verfolgt werde. Wirklich zufrieden waren Eltern und Physiotherapeuten, welche die Hippotherapie jeweils begleiteten, mit dieser Erklärung aber nicht.

Zu Aussprache getroffen

Inzwischen trafen sich die Parteien zu einer Aussprache. Daran teilgenommen haben Propst Martin Werlen, der Bereichsleiter der Propstei, David Ganahl, sowie der Vater einer Tochter mit Behinderung und Hippotherapeut Thijs Niesten aus Hohenems. Im Gespräch konnte geklärt werden, warum die Leitung der Propstei den Weg mit Pferdegestützter Therapie, aber ohne Hippotherapie gewählt hat, hieß es danach in einer gemeinsam verfassten Stellungnahme. Vonseiten der Propstei wurde zusätzlich bekräftigt, dass die Menschen mit Behinderung auch künftig in der Propstei besonders willkommen sein werden.

Zum Wohnen in die Propstei

Sie könnten mit den angestellten Therapeutinnen eine Pferdegestützte Therapie erfahren, die Hippotherapie als medizinische Maßnahme mit Therapeuten von auswärts werde allerdings nicht mehr angeboten. Nachsatz: „Für die hippotherapeutische Behandlung gibt es in Vorarlberg verschiedene Angebote.“ Schließlich einigten sich die Gesprächspartner auf eine Kompromisslösung, die folgendermaßen aussieht: In Zukunft können Patienten der Hippotherapie in der Propstei St. Gerold wohnen und in einem anderen Reitstall im Großen Walsertal die hippotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen. Die Propstei selbst verfolgt in der Therapie mit Pferden das Ziel, Menschen in schwierigen Lebenssituationen so zu begleiten, dass sie ihre Potenziale und Stärken wiederfinden können. VN-MM

„Für die hippotherapeutische Behandlung gibt es in Vorarlberg verschiedene Angebote.“

Kompromiss im Disput um Reitangebot