Bregenzer Festspiele: Auch ohne Empfang hohe Polizeipräsenz

Vorarlberg / 19.07.2021 • 17:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bregenzer Festspiele: Auch ohne Empfang hohe Polizeipräsenz
Auch dieses Jahr sind wieder gemischte Streifen unterwegs. VN

Auch wenn es heuer keinen Empfang auf dem Vorplatz gibt, die Polizei ist vor Ort.

Bregenz “Die Bregenzer Festspiele sind nicht nur für den Veranstalter eine besondere Herausforderung, sondern auch für die Polizei”, verrät Polizeisprecher Rainer Fitz. Schließlich lockt die Veranstaltung nicht nur die höchsten Würdenträger der Republik nach Bregenz, sondern üblicherweise auch zahlreiche Schaulustige. Doch trotz aller Erfolge bei den Impfungen und dem derzeit vergleichsweise noch geringen Infektionsgeschehen, eine normale Eröffnung wie zu alten Zeiten wird es heuer noch nicht.

Kein Empfang zur Eröffnung

So wird es heuer keinen Empfang für die Vorarlberger Bevölkerung auf dem Festspielplatz geben. “Trotzdem wird die Polizei aber bei der Eröffnungsfeier und speziell bei den Premieren vor Ort sein”, betont die Landespolizeidirektion. Eine konkrete Gefährdungslage zeichne sich auch heuer nicht zur Festspieleröffnung ab. Für die Exekutive ist dies jedoch kein Grund, nicht zumindest verschiedene Risiken in den Planungen zu berücksichtigen, um im Zweifelsfall vorbereitet zu sein. Die Polizeidirektion habe gemeinsam mit der Stadt Bregenz, den Bregenzer Festspielen als Veranstalter, dem Land Vorarlberg wie auch der Bezirkshauptmannschaft Bregenz ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet. “Wir haben zwar mittlerweile etwas Routine bei der Planung des Einsatzkonzeptes, aber es ist jedes Jahr etwas Neues dabei”, will Fitz jedoch nicht zu viel verraten.

Die Präsenz der Polizei wird sich jedoch nicht nur auf den Festspielplatz beschränken. Die Seepolizei wird an beiden Tagen verstärkt patroullieren. Unterstützt wird die Vorarlberger Polizei wieder durch Kollegen aus Deutschland und der Schweiz. In gemischten Streifen werden diese für Uniformvielfalt in den Seeanlagen sorgen. Bereits im Vorfeld waren die Diensthundestaffel und Sprengstoffexperten in und rund um das Festspielgebäude auf der Suche nach möglichen Bedrohungen. Dies gehöre zu den üblichen Vorbereitungen für Großereignisse wie der Festspieleröffnung. Und die Kobra steht in ständiger Rufbereitschaft. Ergänzt wird dies durch die Personenschützer einzelner Gäste, die diesen direkt aufgrund ihres Status zugewiesen sind. “Wir bleiben im Hintergrund, überlassen aber nichts dem Zufall”, versichert Fitz.

ÖAMTC warnt vor Anreiseverkehr

Doch auch abseits der Seeanlagen dürfte die Eröffnung der 75. Festspiele ihre Wirkung zeigen. So warnt der ÖAMTC vor Staubildung auf den wichtigsten Zubringerstraßen, sei es die A14 im Bereich Pfänder bis hin zum City Tunnel, aber auch die L190 ab Lochau oder die Schweizer Straße (L202) ab der Grenze bei Höchst. “Erfahrungsgemäß steigt das Verkehrsaufkommen auf den Zufahrten bereits zwei Stunden vor Beginn der Vorstellungen”, weiß Jürgen Wagner vom ÖAMTC Vorarlberg. Da die Festspieltickets die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen, empfiehlt Wagner die Nutzung von Bus und Bahn. Außerdem sind zu Seeaufführungen Schiffszubringer eingerichtet.