Söder kommt doch nicht nach Bregenz

Vorarlberg / 19.07.2021 • 22:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Fluss Inn in Passau führt Hochwasser. Die Lage in den Hochwassergebieten hat sich aber wieder etwas entspannt. APA/DPA
Der Fluss Inn in Passau führt Hochwasser. Die Lage in den Hochwassergebieten hat sich aber wieder etwas entspannt. APA/DPA

Auch wegen Hochwasser: Bayerns Ministerpräsident sagt ab.

münchen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) kommt doch nicht am 21. Juli zur Festspieleröffnung in die Landeshauptstadt. Wie der Sprecher der bayerischen Landesregierung Wolfgang Wittl den VN am Montag mitteilte, liegt das auch an der Entwicklung rund um die aktuelle Hochwassersituation im Nachbarland. Söder wollte ursprünglich auf Einladung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) am Mittwoch anreisen. Auf dem Programm standen ein gemeinsames Abendessen und der Besuch der Aufführung „Nero“. Daraus wird nun nichts.

Ruf nach „Klima-Ruck“

Am Montagmorgen forderte Söder in der ARD einen „Klima-Ruck“. Das Unwetter mit verheerenden Folgen vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch in Teilen Bayerns nannte er einen Weckruf. Die Lage hat sich zu Wochenbeginn wieder etwas beruhigt – so sanken im bayerischen Passau die Pegelstände der Donau und des Inn. Einzelne Bereiche der Stadt waren überschwemmt worden. Eine Katastrophe blieb in der Dreiflüsse-Stadt aber aus. Die Wetteraussichten gaben Anlass zur Hoffnung. Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen aufatmen. Dort war die Lage am Wochenende dramatisch. Der Fluss Ache war über die Ufer getreten und hatte sich in einen reißenden Strom verwandelt. Auch von den Bergen schoss Wasser ins Tal. Mehr als 160 Menschen mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Nun sind Aufräumarbeiten im Gange.

Flüsse angeschwollen

Auch andere Flüsse in Bayern schwollen an, etwa in Oberbayern die Lois­ach bei Schlehdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen oder die Isar in München. Dramatisch wurde es an diesen Orten jedoch nicht.

Über 160 Menschen sind bei der Unwetterkatastrophe in Deutschland verstorben.