Die leisen Tränen der Kinder

Vorarlberg / 20.07.2021 • 17:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sie führten zur Gründung des Vereins „Netz für Kinder“.

dornbirn Er hat eine Vision, nämlich jene von einer gerechten Welt. Da lag es für Huber Löffler nahe dort anzufangen, wo Ungerechtigkeit beginnt, nämlich in der Kindheit. Als sich in den 1990er-Jahren abzeichnete, dass die Sozialausgaben auch des Landes knapp werden, die Probleme von Kindern in sozial schwachen Familien jedoch zunahmen, gründete Löffler gemeinsam mit Franz Abbrederis, damals für die Öffentlichkeitsarbeit im IfS zuständig, den Verein „Netz für Kinder“. Es ging darum, auch jene Kinder aufzufangen, für die keine öffentlichen Hilfsangebote mehr da waren „Wir lernten so viel Leid kennen“, erinnert sich Hubert Löffler. Es waren vor allem die stillen Leiden, die leisen Tränen von Kindern mit überforderten und kranken Eltern, die berührten und gleichzeitig anspornten. „Wir wollten einen persönlichen und beziehungsorientierten Zugang zu jedem einzelnen Kind schaffen.“ Aus diesem Ansinnen heraus entwickelten sich vier Projekte, über die Kindern und deren Familien geholfen wird. Dazu zählen die sozialpädagogischen Kindergruppen, das Talente.mobil, die Talente.schmiede sowie ein ehrenamtliches Netz für Kinder.

In die Zukunft gedacht

Rund 2800 Kinder und Familienangehörige wurden seit der Gründung vor 25 Jahren vom „Netz für Kinder“ unterstützt. „Jedes Kind, dessen Entwicklung positiv beeinflusst wird und das nicht aus der Familie genommen werden muss, trägt ein Vielfaches für die Zukunft unserer Gesellschaft bei“, ist Hubert Löffler überzeugt. Möglich gemacht haben dieses Engagement rund fünf Millionen Euro an Spenden. Zwischen 300.000 und 350.000 Euro werden pro Jahr für die Durchführung der Projekte benötigt. „Das gelingt uns auch heuer“, ist Löffler allen dankbar, die dazu immer wieder beitragen.