12.777 Bewerber für 1740 Plätze

Vorarlberg / 21.07.2021 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Test fand unter Corona-Einschränkungen statt. Teilnehmen durften nur geimpfte, genesene oder getestete Personen. APA
Der Test fand unter Corona-Einschränkungen statt. Teilnehmen durften nur geimpfte, genesene oder getestete Personen. APA

Großer Andrang bei Medizin-Aufnahmetest.

wien Von 17.823 Angemeldeten haben am Mittwoch 12.777 Interessierte an den gemeinsamen Aufnahmeverfahren MedAT für das Studium an den Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz teilgenommen. Es stehen 1740 Studienplätze zur Verfügung. Am Test durften nur geimpfte, genesene oder getestete Personen teilnehmen. Außerdem musste eine FFP2-Maske getragen werden, die am Sitzplatz abgenommen werden durfte. Es galten galten Mindestabstände, die Sitzplätze waren für den Fall eines nötigen Contact Tracing personalisiert.

Auch heuer wurden wieder Rufe nach mehr Studienplätzen laut: SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher forderte, zusätzliche Plätze sollten an Personen gehen, die sich verpflichten, nach Abschluss der Ausbildung für eine bestimmte Zeit im öffentlichen Gesundheitsbereich oder als Arzt mit Kassenvertrag tätig zu sein. Zusätzlich brauche es Anreize, nach dem Studium auch im Land zu bleiben beziehungsweise Allgemeinmediziner zu werden. Gar keine Platzbeschränkungen will die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH).

Auf ein mögliches Problem machte Peter Loidl, Vizerektor für Lehre an der Medizinuni Innsbruck, aufmerksam. Seit 2019 gilt die Quotenregelung, wonach 75 Prozent der Anfängerplätze an Personen mit österreichischem Maturazeugnis gehen, nur noch für die Humanmedizin – nicht für die Zahnmedizin. 2020 seien in Innsbruck acht von 40 angehenden Zahnmedizinern aus Österreich gekommen. Die vorwiegend deutschen Zahnmedizinstudenten würden aber wieder in ihre Heimat zurückgehen.

Abgeprüft wird beim Test das schulische Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lesekompetenz und Testverständnis sowie kognitive Fertigkeiten. Im Testteil „Sozial-emotionale Kompetenzen“ geht es um Emotionen erkennen und soziales Entscheiden. Angehende Zahnmediziner müssen manuelle Fertigkeiten nachweisen.