80 Bilder aus 80 Jahren einer Musiklegende

Vorarlberg / 21.07.2021 • 16:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Jubilar Sattlars Sepp ist seit mehr als 58 Jahren mit Waltraud verheiratet und durfte sich mit ihr über viele Gratulanten bei seiner 80er-Fise freuen.<span class="copyright">stp/4</span>
Jubilar Sattlars Sepp ist seit mehr als 58 Jahren mit Waltraud verheiratet und durfte sich mit ihr über viele Gratulanten bei seiner 80er-Fise freuen.stp/4

Sattlars Sepp feierte verspätet mit Familie undFreunden Geburtstag.

egg Geburtstag hatte die Bregenzerwälder Musiklegende Josef Moosbrugger, besser bekannt als Sattlars Sepp, schon in April – aber da war Lockdown und die Feier fand im allerkleinsten Kreis der Familie statt. Jetzt war es wieder möglich, neben der Familie auch Freunde und Musikkollegen einzuladen. Bei seinem langjährigen Freund Albert Schneider in der Gams am Schneckenstrich, die man eher als „’s Tonele“ kennt, stieg dann die Fise nach seinem Geschmack.

Originelle Zeitreise

Über den Lebenslauf des Jubilars musste man nicht viele Worte verlieren, der war den Gästen wohlbekannt. In Stichworten: Geboren am 20. April 1941, aufgewachsen im Bregenzerwald, mit Leib und Seele Musikant, seit 1963 verheiratet mit Waltraud, Vater von drei Söhnen und einer Tochter, 1977 eigenen Betrieb – Sattler & Tapezierer, später auch Raumausstattung und Bettenhaus – gegründet und diesen 2012 an Sohn Mike übergeben.

Und statt Alben, Filmen, Power- Point oder Videos wurde seinen Gäste eine originelle Zeitreise durch 80 Jahre Sattlars Sepp präsentiert: Quer durch die Gasthausräume spannte sich eine Wäscheleine, auf der mit Klammern 80 Fotos aus 80 Jahren der Wälder Musiklegende aufgefädelt waren. Vom Baby über die Erstkommunion oder die vielen Stationen seiner Musikkarriere, vom Taucher Sepp über viele Auftritte in fasnatlichem Outfit, vom erfolgreichen Handwerker, Unternehmer und Familienvater bis zum mutigen Paragleiter – den Gratulanten wurde eine wahre Fundgrube von Erinnerungen geboten und der eine oder andere Gast fand sich an der Wäscheleine auch selbst mit Sepp dokumentiert.

Einer hat „durchgehalten“

Gleich mehrfach fand sich dort Schindeler Johnny Moosbrugger verewigt. Nicht verwunderlich, ist er doch fast ein „Gründungsmitglied“ der legendären Rogledis. Aktuell spielt Johnny mit Eugen Rist und Mike Moosbrugger, Sohn von Sattlars Sepp, in der Rogledis-Nachfolgeband „Soko 3“.

Legendäres Sattlar-Englisch

Die Fise bot ausreichend Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen – und eine ganz besondere Episode aus dem Leben des Jubilars förderte Dietmar Geiger von den Strubobuobo ans Tageslicht. Er erinnerte daran, wie Sattlars Sepp seine englischen Texte einstudierte: Sepp hörte sich im legendären Schallplattenladen Stemberger in Bregenz die Hits der Beatles, Stones, Bee Gees usw. immer und immer wieder an und schrieb sich die Texte phonetisch auf. „Daraus“, so Geiger, „entwickelte sich das unverwechselbare Sattlar-Englisch“.

Nur zuhören – tanzen verboten

Geiger hat nach eigenen Angaben auch herausgefunden, dass der Jubilar die Gäste zweisprachig begrüßen wollte, diese Idee aber dann doch verworfen hat. Der Strubobuob hat aber das Manuskript gefunden – und wollte dieses literarische Werk den Gästen nicht vorenthalten. Die Aufforderung in dieser Rede, „die Post abgehen zu lassen und die Fise in vollen Zügen zu genießen“ hört sich dann so an: „Let the mail go up and enjoy the party in full trains …“

Ein anderes Geheimnis blieb jedoch ungelüftet: Was es mit einem mysteriösen alten Koffer, dem Formel-1-Equipment auf sich hat, war Sepps Komplizen Albert Schneider nicht zu entlocken und auch der Jubilar selbst schwieg dazu wie ein Grab. STP

80 Episoden aus 80 Jahren Sattlars Sepp als originelle Deko an der Wäscheleine.
80 Episoden aus 80 Jahren Sattlars Sepp als originelle Deko an der Wäscheleine.
„Sattlar Englisch“ von Strubo Buob Dietmar und Sepps Sohn Hans Jürgen.
„Sattlar Englisch“ von Strubo Buob Dietmar und Sepps Sohn Hans Jürgen.
Aus den legendären Rogledis wurde die Formation „Soko 3“.
Aus den legendären Rogledis wurde die Formation „Soko 3“.