“Bis im September Klarheit über S 18”

Vorarlberg / 21.07.2021 • 22:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Staatssekretär Magnus Brunner zeigt sich irritiert über die Ankündigung der Verkehrsministerin, die S18 evaluieren zu lassen.
Staatssekretär Magnus Brunner zeigt sich irritiert über die Ankündigung der Verkehrsministerin, die S18 evaluieren zu lassen.

Staatssekretär Magnus Brunner erwartet grünes Licht für Entlastungsstraße.

Schwarzach Der Höchster Magnus Brunner (49, ÖVP) arbeitet als Staatssekretär im Ministerium der grünen Ressortleiterin Leonore Gewessler. Obwohl dort Partner der Infrastrukturministerin, zeigt er sich im Vorarlberg Live-Gespräch mit VN-Chefredakteur Gerold Riedmann irritiert über die Ankündigung Gewesslers, alle noch nicht gebauten Straßenprojekte, und damit auch die S18 in Vorarlberg, evaluieren zu lassen.

Verunsicherung

„Diese Diskussion hat zu großer Verunsicherung bei der belasteten Bevölkerung geführt, und die Bundesländer wurden vor den Kopf gestoßen“, fand Brunner deutliche Worte zum Vorstoß der Ministerin. Die Menschen bräuchten bei der S 18 Klarheit und Sicherheit. „Bis September soll es diese Klarheit geben“, ist sich der Staatssekretär sicher.

Ob die CP-Variante, die am östlichen Siedlungsrand von Lustenau vorbeiführt und nicht als Favorit im „Mobil im Rheintal“-Prozess aufgeführt wurde, denn wirklich die beste sei, wurde Brunner gefragt. „Dieses Projekt wurde rauf und runter geprüft und evaluiert. Am Ende hat die Asfinag festgestellt, dass die CP-Variante die höchste Umsetzungswahrscheinlichkeit besitzt. Also ist es die beste Variante.“

Eher auf gleicher Linie mit „der Chefin“ liegt Magnus Brunner bei den Zielen des Erneuerbaren Energie Ausbaugesetzes, das kürzlich im Parlament beschlossen wurde. „Es ist dies das größte Energiepaket seit der Liberalisierung des Energiemarktes“, betonte Brunner. Zudem sei dieses Vorhaben auch auch ein riesiges Investitionspaket. „Es werden jedes Jahr eine Milliarde Euro investiert, und das auf zehn Jahre.“

Man komme durch dieses Gesetz mit technologisch-spezifischen Lösungen für die verschiedensten Formen der erneuerbaren Energieagewinnung einen großen Schritt weiter. Und jeder könne mitmachen und dabei auch profitieren.

Ziele und Wege

Nicht jede Technologie sei jedoch überall gleich geeignet, wies Brunner auf einen wichtigen Umstand hin. Für Vorarlberg etwa, sei Windkraft nicht die ideale Form der Energiegewinnung. „Die passt besser in den Osten hin, wo der Wind bläst und nicht in eine bergige Gegend wie bei uns.“ Vorarlberg eigne sich diesbezüglich durch die topographischen Gegebenheiten eher für Wasserkraft.

Nicht ausschließen konnte Brunner, ob es nicht doch irgendwann zu einem sanften Zwang zur Verwendung von Photovoltaikanlagen kommen könne. Etwa über die Wohnbauförderung. „Die wird von jedem einzelnen Bundesland selbst bestimmt“, betonte der Staatssekretär.

Angesprochen auf das Verhältnis mit Ministerin Leonore Gewessler meinte Brunner: „Wir haben dieselben Ziele vor Augen. Diese Ziele sind sehr ambitioniert.“ Unterschiedliche Auffassungen könne es gelegentlich über die Wege zu diesen Zielen geben. 

„Die CP-Variante wurde von der Asfinag nach Prüfung bestimmt. Also ist es die beste.“