Der Goldrute den Garaus gemacht

Vorarlberg / 21.07.2021 • 16:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Freiwillige Helfer befreiten das Natura-2000-Gebiet Bangs-Matschels von der invasiven Goldrute. <span class="copyright">Heilmann</span>
Freiwillige Helfer befreiten das Natura-2000-Gebiet Bangs-Matschels von der invasiven Goldrute. Heilmann

Freiwillige im Einsatz im Europaschutzgebiet Bangs-Matschels.

Feldkirch Am Dienstag fand der heuer bereits vierte Vielfaltertag im Natura-2000-Gebiet Bangs-Matschels statt, zu dem gleich 18 naturbegeisterte freiwillige Helfer mit Gummistiefeln anrückten. Das Gebiet beherbergt eine Vielzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Die artenreiche Vegetation wird jedoch zusehends von invasiven Arten (Neophyten) wie der Goldrute verdrängt.

Peter Schachenhofer war beim Vielfaltertag in Bangs-Matschels mit dabei.
Peter Schachenhofer war beim Vielfaltertag in Bangs-Matschels mit dabei.

Mühsame Handarbeit

Um die weitere Ausbreitung der Neophyten weitestgehend zu verhindern, rücken regelmäßig Dutzende Freiwillige an Vielfaltertagen an, die den invasiven Arten an die Wurzel gehen und diese mit Stumpf und Stiel ausreißen. Das Entfernen dieser Arten noch vor der Samenbildung ist dringend notwendig, um die natürliche Artenvielfalt im Europaschutzgebiet aufrechtzuerhalten. Damit Neophyten wie die Goldrute die Artenvielfalt im Ried nicht gleich wieder verdrängen, ist es wichtig, sie mitsamt Wurzel zu entfernen. Das anfallende Pflanzenmaterial wird sachgerecht entsorgt. Um andere Pflanzen wie den Wiesenknopf zu erhalten, bleibt nur die Möglichkeit, Goldruten aufwendig in Handarbeit auszureißen.

Edith Wieser war eine der freiwilligen Helferinnen und Helfer.
Edith Wieser war eine der freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Insgesamt wurden heuer von engagierten Vielfaltern in Bangs-Matschels schon 163 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, um den invasiven Arten den Garaus zu machen. Die reibungslose Organisation des Vielfaltertags wurde von Regionsmanagerin Ellen Rupprechter und der Gebietsbetreuerin Judith Heeb gewährleistet. Seitens der Stadt Feldkirch nahm Karoline Schirmer von der Abteilung Umwelt, Energie und Klimaschutz am Vielfaltertag im Bangser Ried teil. Infos zu den Vielfaltertagen sind unter www.naturvielfalt.at/vielfaltertage abrufbar.

Regionsmanagerin Ellen Rupprechter packte ebenfalls tatkräftig mit an.
Regionsmanagerin Ellen Rupprechter packte ebenfalls tatkräftig mit an.

Kostbares Naturjuwel

Das Europaschutzgebiet Bangs-Matschels hat eine Fläche von 447 Hektar. Von besonderer Bedeutung sind die rund 80 Hektar Streuwiesen. Die extensiv bewirtschafteten Flachmoore werden nicht gedüngt und nur einmal im Jahr im Herbst gemäht. Als wertvoller Lebensraum für die Sibirische Schwertlilie und Sumpfgladiole sowie seltene Vogelarten wie den am Boden brütenden Wachtelkönig und über 1100 Schmetterlingsarten wie den Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist es von großer Bedeutung, die Artenvielfalt zu erhalten und invasive Arten regelmäßig zu entfernen. HE