Bitschi fordert Auszahlung der Familienbeihilfe an Österreicher

Vorarlberg / 27.07.2021 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bitschi fordert Auszahlung der Familienbeihilfe an Österreicher
FPÖ-Chef Bitschi fordert, dass die Beihilfe sofort ausbezahlt wird. VN/Paulitsch

Auszahlung soll schon vor der Anspruchsprüfung erfolgen.

Bregenz Zahlreiche Österreicher warten derzeit auf Familienbeihilfe. Wie die VN berichten, dürfte es allein in Vorarlberg Hunderte Familien betreffen, die seit Monaten keine Beihilfe mehr ausbezahlt bekommen. Mit teils gravierenden Folgen. Nachdem Landeshauptmann Markus Wallner in den VN betonte, Druck nach Wien auszuüben, kontert die FPÖ nun. Es reiche nicht, den Familien auszurichten, dass sie höchstens noch ein oder zwei Monate warten müssen. “Viele Familien müssen bereits seit Monaten ohne das ihnen zustehende Geld auskommen. Hier braucht es deshalb eine sofortige Lösung und kein weiteres Vertrösten der Betroffenen”, ist Vorarlbergs FPÖ-Chef Christof Bitschi überzeugt. Er fordert, dass die fehlende Familienbeihilfe sofort ausbezahlt wird und die Anspruchsprüfung anschließend erfolgt. Mit einer Einschränkung: Das solle nur für österreichische Staatsbürger gelten, sagt Bitschi. “Es ist völlig unzumutbar, wenn Familien monatelang auf die Zahlungen der Familienbeihilfe warten müssen.”

Viele Menschen haben sich bereits bei den VN gemeldet. Sie warten teilweise seit März auf die Beihilfe und werden weiterhin stets vertröstet. Das Finanzministerium verspricht rasche Abwicklung – tat dies allerdings schon vor zwei Monaten, wie Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch den VN erzählte. Es gibt Familien, die sich mit Gutscheinen über die Runden helfen müssen, Familien fehlt das Geld für den Strom oder die Schule, andere bräuchten die Beihilfe, um Kinderbetreuungsgeld zu erhalten. Sie bekommen derzeit gar nichts. Auch über Familien, die in die Sozialhilfe rutschen, wird berichtet. Bitschi ist sich sicher: “Es ist völlig unzumutbar, wenn Familien monatelang auf die Zahlungen der Familienbeihilfe warten müssen, weil die zuständigen Behörden nicht in der Lage sind, die Anträge rechtzeitig zu bearbeiten.” Wallner soll sich für die sofortige Auszahlung einsetzen.