Eine durchwachsene Bilanz für Schwimmbäder

Vorarlberg / 30.07.2021 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine durchwachsene Bilanz für Schwimmbäder
Einfach mal abtauchen: Die Bilanz in den Freibädern fällt bislang gemischt aus. VN/Steurer

Das Walgaubad Nenzing ist im Gegensatz zu anderen Schwimmbädern heuer gut dran.

Nenzing, Dornbirn Mit dem Sommerwetter ist es heuer das reinste Auf und Ab: Auf einen kühlen, nassen und trüben Mai folgten ein warmer Juni und ein ziemlich durchwachsener Juli. Ähnlich gemischt fällt die Zwischenbilanz in den Schwimmbädern aus.

„Der Drang, wieder in den Urlaub zu gehen, ist auch ein Faktor.“

Markus Hellbock, Waldbad Enz

Während vielerorts deutlich weniger Gäste baden gingen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, kann Oliver Tschabrun, Geschäftsführer im Walgaubad in Nenzing, von einem Plus von 32 Prozent berichten. “Ich glaube, der Grund ist die 3G-Regel. In Nenzing kannst du nur ins Schwimmbad gehen. Wenn du in Bregenz bist und dich die 3G-Regel stört, dann gehst du 20 Meter weiter in den See”, unterstreicht er. Einen gewissen Vorteil sieht Tschabrun auch darin, dass das Walgaubad mit seinem beheizten Ruheraum bei jeden Wetter offen hat. “Ich habe an einem Regentag immer noch weit über 100 Leute da”, verdeutlicht er. Bislang haben rund 45.000 Gäste die Drehkreuze im Walgaubad passiert. “Das ist knapp über dem Durchschnitt. Wenn ich die Zahlen allerdings mit dem 19er-Jahr vergleiche, dann sind wir heuer schon wesentlich hintendran”, ergänzt der Geschäftsführer. Dass der Sommer vor zwei Jahren “richtig schön” war, belegen nicht zuletzt die Wetteraufzeichnungen von Oliver Tschabrun. “2019 hatten wir im Juni mehrere Tage mit 35 Grad. Das gab es heuer gar nicht, aber immerhin sind wir schon fünf Mal über die 30 Grad gekommen.” Zum Vergleich: Im Vorjahr wurde in Nenzing die 30-Grad-Marke nie geknackt, stattdessen hat der Walgaubadchef 21 Regentage vermerkt.

Oliver Tschabrun ist mit der Saison "Covid-bedingt zufrieden. Wetterbedingt natürlich nicht".
Oliver Tschabrun ist mit der Saison "Covid-bedingt zufrieden. Wetterbedingt natürlich nicht".

Gut und schlecht

Im Waldbad Enz in Dornbirn ist die Bilanz dem Wetter entsprechend zweigeteilt. Der Juni war gut, der Juli schlecht. Markus Hellbock, stellvertretender Betriebsleiter, hat die Zahlen parat. Diesen Juli wurden bislang nur knapp 9400 Besucher gezählt. In den Vorjahren kamen mit 23.355 (2020), 18.363 (2019) und 29.348 (2018) deutlich mehr. Anders im Juni, wo 19.181 Besucher in das Freibad an der Gütlestraße kamen. 2020 waren es 7906, 2019 27.548 und 2018 15.186. “Corona spielt vielleicht etwas mit, aber der größte Anteil hat sicher das Wetter. Der Drang, wieder in den Urlaub zu gehen, da letztes Jahr nichts ging, ist auch ein Faktor”, resümiert Hellbock. Bregenz berichtet von knapp 30 Prozent weniger Badegästen, Lochau von knapp 20 Prozent weniger. Ob die Badesaison 2021 gut oder schlecht wird, hängt laut Tschabrun am Ende vom nächsten Monat ab: “Wenn der August auch so schlecht ist, dann wird es keine gute Saison.”