Die „fliegenden Augen“ der Polizei

Vorarlberg / 31.07.2021 • 08:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die „fliegenden Augen“ der Polizei
Drohnenkoordinator Joachim Saltuari mit dem technischen Wunderwerk im Einsatzleitungsfahrzeug. VN/Rauch

Seit Dezember 2018 setzen Vorarlbergs Ordnungshüter auch auf den Einsatz von Drohnen.

Bregenz „Ein Bild von oben sagt mehr als tausend Worte“, sagt Joachim Saltuari, seines Zeichens Drohnenkoordinator der Landespolizeidirektion Vorarlberg. Die fliegenden Alleskönner sind mittlerweile zu unverzichtbaren Hilfsmitteln der Vorarlberger Polizei geworden. „Seit ihrer Anschaffung im Dezember 2018 hat sich hier technisch sehr viel verändert. Mittlerweile stehen uns größere und leistungsfähigere Drohnen mit höherer Reichweite und längeren Flugzeiten zu Verfügung“, sagt Saltuari nicht ohne einen gewissen Stolz.

Ebenso vielfältig wie ihre Leistungen sind die Einsatzmöglichkeiten der Drohnen, die – derzeit insgesamt vier Geräte unterschiedlicher Größe an der Zahl – immer wieder genutzt werden. „Wir verwenden sie im sicherheitspolizeilichen wie im kriminalpolizeilichen Bereich“, erklärt der Drohnenkoordinator, „etwa bei Tatortgeschichten und bei der Fahndung.“

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Aufarbeitung und Dokumentation

Als unverzichtbar haben sich die kleinen „unbemannten Luftfahrzeuge“ (Saltuari) auch bei Brandermittlungen erwiesen. Die Aufnahmen der Drohnen, die kleinste Details erfassen, dienen zur Aufarbeitung und Dokumentation von größeren Gebäudebränden, aber auch von Verkehrsunfällen. Als Hilfsmittel dienen die Dinger auch bei der Beobachtung größerer Menschenansammlungen bei Veranstaltungen wie Fußballspielen oder Demonstrationen.

Die Aufzeichnungen werden in Echtzeit ans Einsatzleitungsfahrzeug übertragen, wo sie dem Einsatzkommandanten einen direkten Überblick über das Geschehen verschaffen. Gleichzeitig können die Aufnahmen auch in der Landespolizeidirektion in Bregenz oder jeder anderen Einsatzzentrale beobachtet werden.

Die „fliegenden Augen“ der Polizei

Wärmebildkamera

Ein weiterer Clou: Die wetterfesten Drohnen verfügen über eine hochwertige Infrarotwärmebildkamera, was auch den Einsatz in der Nacht ermöglicht. Etwa bei der Suche nach Personen in der Dunkelheit.