MINT-Begeisterung frühestmöglich wecken

Vorarlberg / 16.08.2021 • 16:17 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lukas Debortoli (GF Wirtschaft im Walgau), Christian Gerstgrasser (GF Gerstgrasser Steuerberatung) und Bürgermeister Wolfgang Lässer. <span class="copyright">Wirtschaft im Walgau</span>
Lukas Debortoli (GF Wirtschaft im Walgau), Christian Gerstgrasser (GF Gerstgrasser Steuerberatung) und Bürgermeister Wolfgang Lässer. Wirtschaft im Walgau

Steuerberatungsbüro und Wirtschaft im Walgau planen Kleinkindbetreuung mit MINT-Schwerpunkt in Schlins.

SChlins Die Wirtschaft im Walgau (WiWa) und das Steuerberatungsbüro Gerstgrasser machen gemeinsame Sache und schaffen ab Herbst 2022 ein betriebs- und gemeindeübergreifendes Betreuungsangebot für Kleinkinder (zehn Monate bis Kindergarten) in Schlins. Das pädagogische Konzept orientiert sich an der MINT-Strategie des Landes und stellt damit besonders die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in den Vordergrund. Auf spielerische Weise sollen dabei beim Nachwuchs die Neugierde und der natürliche Forschergeist für die MINT-Fächer geweckt werden. Auch die Pädagoginnen und Pädagogen dürfen ihre Entdeckerlust und Kreativität gemeinsam mit den Kindern ausleben und werden hierfür speziell geschult.

Platz für 24 Kinder

„Bei der Planung unseres neuen Bürogebäudes in Schlins hatten wir von Anfang an Betreuungsräumlichkeiten für die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgesehen“, erklärt Steuerberater Christian Gerstgrasser. „Durch die WiWa-Kooperation schaffen wir nun sogar ideale Bedingungen für ein neues hochwertiges gemeinde- und betriebsübergreifendes Betreuungsangebot für Kleinkinder im Walgau.“ Die MINT-Kleinkinderbetreuung im Walgau wird vom gemeinnützigen Verein der WiWa als Träger geführt. Jeder Mitgliedsbetrieb könne auch Mitglied im Trägerverein werden und damit das neue Angebot in Anspruch nehmen. Sollten Betreuungsplätze frei bleiben, werden diese öffentlich vergeben. Im Vollbetrieb sind zwei Gruppen mit insgesamt 24 Kinder vorgesehen.

Walgau als MINT-Bildungsregion

Dass gerade in der Gemeinde Schlins eine Kleinkinderbetreuung mit MINT-Schwerpunkt entsteht, freut auch Bürgermeister Wolfgang Lässer: „Die pädagogische Ausrichtung finde ich sehr zeitgemäß. Neugierde, Kreativität und die Begeisterung fürs Hinterfragen und Verstehen sind eine gute Basis für den weiteren Lebensweg der Kinder.“ Er hoffe auf eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Einrichtungen. „Als MINT-Bildungsregion ist es unser Anliegen, entsprechende Angebote zu schaffen und zu erweitern. Wir freuen uns, dass die MINT-Strategie im Walgau auch von privaten Unternehmern gelebt und aktiv gefördert wird“, ist auch WiWa-Geschäftsführer Lukas Debortoli begeistert.

Durch die frühe, spielerische Begegnung mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik will das Land Vorarlberg gemeinsam mit Wirtschaftskammer, Bildungsdirektion und BIFO neue Zugänge zu Technik schaffen, handwerkliche Ausbildungen fördern und Karrierechancen junger Menschen erhöhen. Langfristig soll damit auch dem Facharbeitermangel entgegengesteuert werden. Der Walgau, das Große Walsertal und das Klostertal wurden als gemeinsame Bildungsregion ausgewählt, um die MINT-Strategie des Landes als eine der ersten Regionen umzusetzen. Die geplante MINT-Kleinkinderbetreuung in Schlins ist zudem eines der Projekte auf der Agenda der Marke Vorarlberg mit dem Ziel, die Vision „2035 ist Vorarlberg der chancenreichste Lebensraum für Kinder“ Wirklichkeit werden zu lassen.

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