Sommer in der Poolbar

Vorarlberg / 18.08.2021 • 15:07 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Weitaus entspannter und mit mehr Bewegungsfreiheit konnte das Poolbar-Festival 2021 gefeiert und genossen werden. <span class="copyright">Matthias Rhomberg (2)</span>
Weitaus entspannter und mit mehr Bewegungsfreiheit konnte das Poolbar-Festival 2021 gefeiert und genossen werden. Matthias Rhomberg (2)

Rückblick auf ein coronabedingt erneut außergewöhnliches Festival.

feldkirch Das Poolbar-Team blickt auf die zweite coronabedingt außergewöhnliche Saison in Folge zurück – weit über 20.000 Zuschauer trotzten heuer mehrmals bestens gelaunt Wind und Wetter im wunderschön gestalteten Open-Air-Gelände und genossen stimmungsvolle Konzerte und rauschende Clubnächte im Pool des Alten Hallenbads.

Ebenfalls erfreulich: Viele Veranstaltungen waren ausverkauft, es gab keine Infektionen oder andere gröbere Zwischenfälle – und in der letzten Woche durften die Gäste, Künstler und alle anderen Beteiligten sogar einige heiße Sommerabende genießen.

Gute Stimmung, volle Konzerte

Häufig herrschte geradezu euphorische Stimmung auf und vor den Bühnen: Das ausverkaufte Open Air mit Cari Cari und 5K HD beispielsweise dürfte als einer der magischsten Abende in die Poolbar-Geschichte eingehen, alles passte perfekt zusammen: Musik, Wetter, Ambiente und die Begeisterung des Publikums. Ähnlich ging es bei den ebenfalls ausverkauften Shows von Milow, Mighty Oaks, Patrice, Stu Larsen, Ace Tee oder Sharktank zu. Auch bei der AudioBunkA-Hip-Hop-Nacht oder dem Auftritt der legendären Stermann & Grissemann waren die Tickets vergriffen. Blendende Stimmung herrschte zudem beim sehr gut besuchten Galaabend zum zweiten Vorarlberger Musikpreis Sound@V, bei dem sieben Trophäen an herausragende Vorarlberger Musiker vergeben wurden.

Jubel bei der Verleihung des Vorarlberger Musikpreises.
Jubel bei der Verleihung des Vorarlberger Musikpreises.

Fulminante Ergebnisse

Zu Beginn des Jahres hat einmal mehr große Unsicherheit geherrscht, unter welchen Bedingungen das Poolbar-Festival im Sommer stattfinden kann. Als Antwort darauf entwickelten die Kunst-, Architektur- und Designtalente im auf Ende März verschobenen Poolbar Generator in Bregenz und Wien hochflexible Konzepte, um auf eventuelle kurzfristige Änderungen der Gesetzeslage bestmöglich vorbereitet zu sein. Ihre Kreativität mündete in eine fulminante Architektur, die sich wie eine Art Tempelanlage ins Grün des Reichenfeldparks einfügte, angereichert mit viel Kunst, Design und Technik, die es zu entdecken galt.

Der Festivalbetrieb startete schließlich unter weitaus besseren Vorzeichen als noch im Jahr 2020: Outdoor waren größere Kapazitäten erlaubt, ab Juli fanden wieder Veranstaltungen im Pool statt. 3-G-Barriere, Registrierungspflicht und Hygienemaßnahmen sorgten für einen möglichst sicheren Rahmen. Und da weder zugewiesene Sitzplätze noch Elefantenbaby-Abstände vorgeschrieben waren, nutzte das Publikum die wiedergewonnene Bewegungsfreiheit und Begegnungsmöglichkeit ausgiebig: Publikum, Bands und DJs tanzten Clubnächte durch und feierten intensive Indoor-Konzerte.

Sicherheitsmaßnahmen machten sogar durchtanzte Nächte im Pool möglich. <span class="copyright">Eva Sutter (2)</span>
Sicherheitsmaßnahmen machten sogar durchtanzte Nächte im Pool möglich. Eva Sutter (2)
Die Stimmung des Publikums ließ nichts zu wünschen übrig. <span class="copyright">Eva Sutter (2)</span>
Die Stimmung des Publikums ließ nichts zu wünschen übrig. Eva Sutter (2)

Bewährt hat sich aus Veranstaltersicht das klare Programmschema, das viel Abwechslung mit sich brachte: Quiz und Kino, Kabarett und Theater, Konzerte in- und outdoor sowie DJ-Nächte. Dazu die diskursive Programmschiene, das Raumfahrtprogramm, bei dem spannende und gesellschaftlich relevante Themen verhandelt werden. Diskutiert wurde in Feldkirch, Hohenems, Fußach und Bregenz. Schon im Herbst sollen weitere Raumfahrt-Veranstaltungen folgen.

Besonderheiten

Premieren gab es heuer nicht nur auf den Poolbar-Bühnen, etwa die des Schweizer Indierockers Sam Himself, der erstmals in Österreich aufgetreten war. Mitte Juli fuhr der mobile Impfbus des Landes Vorarlberg zu seinem ersten Einsatz überhaupt beim sonntäglichen Jazzbrunch vor: 366 unkomplizierte Erstimpfungen ohne Voranmeldung waren das stolze Ergebnis.

Einige Tage später schaute noch Alexander Van der Bellen im Rahmen seines Vorarlbergbesuchs im Reichenfeld vorbei. Der Bundespräsident eröffnete die Literatur-Soundinstallation der Hohenemser Literatin und Dramatikerin Carolyn Amann in der Tiefgarage und verbrachte anschließend mit seiner Frau Doris Schmidauer einige entspannte Stunden beim Poolbar-Festival.

Festival und Generator 2022

Das Poolbar-Team blickt nun erwartungsfroh nach vorne. Der Termin für kommendes Jahr ist fixiert: Das 29. Poolbar- Festival findet vom 7. Juli bis 14. August 2022 statt. Festivalpässe und Punktekarten sind bereits bei NTRY erhältlich.

Bewerben können sich interessierte Kunst-, Design- und Architekturstudentinnen und -studenten außerdem schon für die Labors des Poolbar Generators (unter anderem Architektur, Grafik oder Produktdesign) im nächsten Frühjahr. Die Mitwirkung wird teilweise mit ECTS-Punkten von kooperierenden Universitäten anerkannt. Teilnahme, Übernachtung und Verpflegung sind kostenlos. Der Ort, der genaue Termin sowie Details zu den einzelnen Labors werden noch bekannt gegeben. Bewerbungen ab sofort an ahoi@poolbar.at.

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