“Kindern eine positive Einstellung zum Lernen mitgeben”

Vorarlberg / 02.09.2021 • 21:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bianca Blum ist eine von vielen Lehrkräften, die derzeit an der Sommerschule unterrichten.  VN/Stiplovsek
Bianca Blum ist eine von vielen Lehrkräften, die derzeit an der Sommerschule unterrichten.  VN/Stiplovsek

Bianca Blum ist Lehramtsstudentin und unterrichtet an der Sommerschule der Volksschule Rheindorf.

Lustenau Zwei Wochen vor dem Schulstart am 13. September drücken derzeit bereits rund 2700 Schüler in Vorarlberg wieder die Schulbank. In kleinen Gruppen von maximal 15 Kindern wird an insgesamt 59 Standorten im Land die Sommerschule angeboten. Erreicht werden sollen mit dem Förderangebot jene Kinder und Jugendliche, die wegen der Coronavirus-Pandemie Aufholbedarf haben. Bis zur neunten Schulstufe wird der Unterricht von Lehrkräften bzw. Lehramtsstudenten abgehalten.

Eine dieser engagierten Lehrpersonen ist Bianca Blum. Die 23-Jährige unterrichtet derzeit an der Volksschule Rheindorf in Lustenau. Ihren Berufswunsch entwickelte die junge Frau schon früh, weil sie gerne mit Kindern arbeiten wollte. „Die Volksschule ist so wichtig, weil sie das Fundament für die weitere schulische Laufbahn bildet.“ Aber nicht nur: „Auch soziale Kompetenzen und die Freude am Unterricht und eine positive Einstellung zum Lernen können den Kindern in diesem Alter mitgegeben werden“, fügt die gebürtige Höchsterin hinzu.  

Bei ihren neun Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse, die derzeit bei Bianca Blum vormittags den Unterricht besuchen, ist die Motivation im Klassenzimmer jedenfalls deutlich zu spüren. „Was ich am Lehrerberuf so toll finde, ist die positive Energie der Kinder. Ihre Aufgewecktheit steckt mich an“, sagt die Studentin, die derzeit im siebten Semester an der Pädagogischen Hochschule (PH) Vorarlberg studiert.

Motivierte Kinder

Bereits vergangenes Jahr hat Bianca Blum an der Praxis-Volksschule in Feldkirch Unterrichtserfahrung gesammelt. „Damals war ich am Anfang noch etwas nervös, wenn man das erste Mal ohne Praxisbetreuer oder der eigentlichen Lehrperson vor der Klasse steht“, erinnert sie sich. Das Unterrichten gefiel ihr allerdings so gut, dass sie bereits vergangenes Semester für einen Tag in der Woche neben dem Studium an der Volksschule Rheindorf arbeitete. „Es macht sehr viel Spaß. Man merkt auch, dass die Kinder hier in der Sommerschule sehr motiviert sind und sich mehr trauen, denn die Atmosphäre ist einfach entspannter“, schwärmt Bianca Blum. Bei den Inhalten, die während der Sommerschule behandelt werden, hat die Junglehrerin freie Hand. Die Schülerinnen und Schüler sollen schlussendlich für den Schulstart gut gerüstet sein. „Der Fokus liegt auf den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht.“

Während der Sommerschule gibt es für die Studierenden die Möglichkeit zur Reflexion in der Gruppe und den Austausch mit Betreuungslehrpersonen, im Vorfeld gibt es Vorbereitungskurse. Für die zwei Wochen Arbeit bekommen die angehenden Lehrerinnen und Lehrer fünf ECTS-Punkte angerechnet.

Auch wenn Bianca Blum im Unterrichten ihre Erfüllung gefunden hat, wünscht sie sich von der Gesellschaft mehr Wertschätzung für den Lehrberuf: „Viele Leute können oft zum Beispiel nicht glauben, dass man dafür fünf Jahre studieren muss. Dabei gehört zu dem Beruf viel mehr, als nur das Einmaleins beizubringen.“ VN-MIH

„Die positive Energie der Schülerinnen und Schüler steckt mich an.“

"Kindern eine positive Einstellung zum Lernen mitgeben"

Lesen Sie morgen in Teil 6 der Schulserie: Wirtschaft und Schule

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