Remmidemmi im Haus der Arbeitskultur

Vorarlberg / 07.09.2021 • 17:05 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Am kommenden Wochenende wird die Schaffarei, das Haus der Arbeitskultur, mit umfangreichem Programm bei kostenlosem Eintritt offiziell eröffnet. <span class="copyright">KEckeis</span>
Am kommenden Wochenende wird die Schaffarei, das Haus der Arbeitskultur, mit umfangreichem Programm bei kostenlosem Eintritt offiziell eröffnet. KEckeis

AK Vorarlberg eröffnet Schaffarei in Feldkirch mit buntem Programm.

feldkirch In und um die Schaffarei (Widnau 10) gibt es vom 9. bis 11. September Open-Air-Konzerte, DJs sowie ein breites Kulturprogramm mit Ausstellung, Theater und mehr bei freiem Eintritt. Die Eröffnung des Hauses der Arbeitskultur wird von der Arbeiterkammer Vorarlberg gebührend zelebriert. Das Festgelände öffnet am Donnerstag und Freitag um 16 Uhr, am Samstag um 14 Uhr.Der Einlass befindet sich zwischen dem AK-Hauptgebäude und der Schaffarei.

Digitales Museum und Konzert

Der Veranstaltungsreigen beginnt morgen, Donnerstag, 9. September, 18 Uhr, mit einer Vernissage im sogenannten Museum des Wandels im Erdgeschoß der Schaffarei. Zweimal im Jahr wird dort anhand zweier Objekte und mittels eines Interviews ein individuelles Arbeitsleben porträtiert. Mit der Zeit werden diese Geschichten ein digitales Museum des Wandels bilden. In der ersten Ausstellung wird Werner Albrecht, ein Schuhmacher aus Au und Pionier des modernen Skischuhs, präsentiert. Albrecht wird persönlich bei der Vernissage anwesend sein.

Die Philipp Lingg Band interpretiert ab 20 Uhr ein neues Projekt mit neuen Musikern und neuen Liedern von Philipp Lingg – Lieder über Berge, Kater und Zöllner.

Erzählcafé, Musik und Kabarett

Drei Erzählerinnen und Erzähler berichten am Freitag, 10. September, zwischen 16 und 18 Uhr in entspannter Café-Atmosphäre aus ihrem Arbeitsleben. Das Erzählcafé Schaffarei Firobad lädt dazu ein, zu lauschen, in andere Arbeitswelten und -kulturen einzutauchen, Arbeit zu reflektieren und zu diskutieren. Für Getränke und Snacks ist gesorgt. Die Plätze sind begrenzt – es empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung unter hey@schaffarei.at

Um 17 Uhr geben sich „kurzfristig“ Fabian, Julian, Matthias und Stefan Nachbaur die Ehre. Die vier Musiker aus demselben Bergdorf (Fraxern) mit demselben Nachnamen zeichnet eine gewisse „bergdörflerische“ Einfachheit, mit der sie ihre Songs komplett akustisch und unplugged spielen können, aus. Einfach so, ganz kurzfristig.

Schon um 19 Uhr geht es weiter.ArbeitsLebensGeschichte mit Cornel Hess – vom Zumtobel-Manager zum Metzger steht auf dem Programm, eine ermutigende Arbeitsbiografie, eine Heldenreise zur eigenen Berufung im Mittelpunkt. Eine Geschichte als Bestärkung, den eigenen Talenten zu vertrauen, Umwege zu nehmen, auszuprobieren.

Die Berufsbezeichnung trifft es zwar nicht ganz, dennoch nehmen „Die drei Friseure“ ab 20 Uhr mit auf eine absurde Reise durch die Welt und die Musikgeschichte. Sie spielen ein Loblied auf ihren Berufsstand – politisch unkorrekt, immer leicht daneben und ohne Netz.

Konzerte und Theater

Mona Ida – eine Gitarre und eine Stimme. Mehr brauchte sie nicht, um durchs Ländle zu ziehen. Trotzdem gesellte sich im Sommer 2019 Patrick Fahser zu ihr. Seither sind es zwei Gitarren und zwei Stimmen. Am Samstag, 11. September, geben sie um 17 Uhr ihre vielseitigen Klänge und ihre besondere Harmonie, ihre Geschichten mit etwas mehr Sinn – und manchmal auch ohne – zum Besten.

Um 19 Uhr bringt das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung mit Verena Rossbachers Theaterstück „Mut-/Wutausbruch: ‚Ich würde halt lieber nicht‘“ brisante arbeitsrelevante Themen auf die Klub-Bühne in der Schaffarei. Im Zentrum der 15-minütigen Theatermonologe steht immer ein Arbeitskonflikt, der nachdenklich stimmt und Diskussionsstoff liefert. Im Anschluss an das Stück gibt es Berichte aus der Praxis, arbeitspolitisches Feedback zum Thema und ein moderiertes Publikumsgespräch. Die Plätze im Klub sind begrenzt – um frühzeitige Anmeldung an hey@schaffarei.at wird gebeten.

Dass Swing, Folk, Reggae und Arabic-Balkan keine Widersprüche sein müssen, beweisen um 20 Uhr die Vollblutmusiker Bukahara mit viel akustischer Gewandtheit und großer Liebe. Soufian Zoghlami, Ahmed Eid, Daniel Avi Schneider und Max von Einem, allesamt Multi-Instrumentalisten, gelingt dabei ein Spagat zwischen ansteckender Leichtigkeit und enthusiastischer Hingabe.

Alle Konzerte finden (auch bei Schlechtwetter) Open Air auf der Bühne im Innenhof der AK vor der Schaffarei statt. Es gilt die 3-G-Regel. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.schaffarei.at

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