So geht es mit der Offenen Liste Bludenz weiter

Vorarlberg / 30.09.2021 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So geht es mit der Offenen Liste Bludenz weiter
OLB-Stadtparteiobmann Wolfgang Maurer (l.) übergab das Zepter an Lukas Zudrell. VN/JS

Stadtparteiobmann Wolfgang Maurer legt sämtliche politischen Funktionen nieder.

Bludenz Die Offene Liste Bludenz (OLB) vollzieht einen kompletten Generationswechsel. Wie der scheidende Stadtparteiobmann Wolfgang Maurer (66) am Rande einer Pressekonferenz mitteilte, wird der langjährige grüne Politiker mit sofortiger Wirkung all seine Funktionen zurücklegen. „Es wird Zeit, dass Junge ans Werk gehen“, so Maurer, der seit Mitte der 80er Jahre politisch aktiv ist. Er habe zwar nicht das Feuer verloren, aber auch nicht mehr die Kraft vornewegzugehen, begründete Maurer seinen Entschluss. An seine Stelle wird der 30-jährige Lukas Zudrell rücken. Gleichzeitig wird sich auch Martine Durig (62) als Stadtvertreterin zurückziehen und ihren Platz für Patrick Ehrenbrandtner (26) frei machen.

Zudrell arbeitet als Anlagenplaner bei der Firma Bertsch und lebt seit vier Jahren in Bludenz. Der OLB gehört er seit zwei Jahren an. „Ich bedanke mich bei der OLB für den großen Rückhalt und bei Wolfgang Maurer für die gute Eingewöhnungsphase. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung. Umwelt und Klimawandel sind wichtige Zukunftsthemen, die es mit Entschlossenheit anzugehen gilt“, so Zudrell. Neben der Funktion des Stadtparteiobmanns wird der 30-Jährige auch Maurers Amt als Umweltreferatsführer sowie dessen Platz in diversen Ausschüssen einnehmen.

„Bleibe im Hintergrund aktiv“

Die Entscheidung über einen Generationenwechsel sei bereits im Vorfeld der Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen gefallen. „Es war von vornherein klar, dass wir, Martine Durig und ich, unsere Funktionen nicht länger als ein Jahr ausüben werden“, so Maurer, der 2015 den Stadtparteivorsitz von Karin Fritz übernommen hatte. Ausgenommen während seiner Tätigkeit als Bludenzer Kulturamtsleiter war Maurer in den letzten knapp 40 Jahren durchgehend für die Grünen in der Alpenstadt aktiv. Zum Abschluss bedankte sich der 66-Jährige bei Bürgermeister Simon Tschann sowie der Umweltabteilung der Stadt für die konstruktive Zusammenarbeit im letzten Jahr. „Ich werde der Politik sicher erhalten bleiben. Nur eben nicht mehr an vorderster Front“, so Wolfgang Maurer abschließend.