Paulihaus verabschiedet sich zwischenzeitlich aus Altacher Zentrum

Vorarlberg / 08.10.2021 • 16:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das geschichtsträchtige Paulihaus im Altacher Zentrum wird dieser Tage abgerissen.<span class="copyright">Mäser</span>
Das geschichtsträchtige Paulihaus im Altacher Zentrum wird dieser Tage abgerissen.Mäser

Mit Abbruch des Paulihauses starten Vorarbeiten für Quartiersgestaltung im Friedrichsfeld.

altach Das Paulihaus prägt seit Jahrzehnten das Ortszentrum und durfte sich in den vergangenen Jahren über verschiedene Nutzer freuen. Dieser Tage wird das geschichtsträchtige Haus nun aber abgebrochen, um Platz für ein neues Projekt zu machen. Bis Ende 2023 soll auf dem rund 1200 Quadratmeter großen Areal neben einem privaten Wohnprojekt mit sechs Wohnungen auch das Projekt betreutes Wohnen („Wohnen im Alter Altach“) umgesetzt werden.

„Das Konzept für die Bebauung des Areals im Friedrichsfeld sieht vor, dass der ursprüngliche Teil des Paulihauses rekonstruiert und an gleicher Stelle wieder originalgetreu nachgebaut wird“, erklärt Bürgermeister Markus Giesinger. Damit soll das Paulihaus auch in Zukunft das Ortsbild im Friedrichsfeld prägen.

Gebäudekomplex mit drei Objekten

„Das ,neue‘ Paulihaus wird in ergänzt durch eine Bebauung, wodurch Platz für insgesamt 21 Wohnungen, eine Arztpraxis und die Räumlichkeiten des Krankenpflegevereins entstehen“, so Giesinger weiter. Der Gebäudekomplex wird aus drei Objekten bestehen, welche über einen gemeinsamen Erschließungstrakt miteinander verbunden sind. In den drei Stockwerken des Verbindungstrakts sind Allgemeinflächen wie Minicafeteria, Aufenthaltszone mit Essbereich und Wohnzimmer untergebracht. Neben den Zimmern für das betreute Wohnen wird auch großer Wert auf Begegnungszonen gelegt, und so entstehen im Erdgeschoß ein Bereich mit Selbstbedienungsautomaten, ein Ausgang in den Garten und ein Mehrzweckraum.

Der Bau wird in Passivhausstandard ausgeführt; eingeplant sind auch eine Photovoltaikanlage und ein Gründach. Das Gebäude wird über eine Erdsondenanlage beheizt, die auch eine minimale Kühlung im Sommer ermöglicht; Nischen und Loggien sind in Naturholz ausgeführt. „Die Abrissarbeiten sollten in dieser Woche abgeschlossen sein. Anfang des kommenden Jahres ist der Beginn der weiteren Bauarbeiten geplant“, so Giesinger. Die Bauphase betrage rund 18 Monate, die Kosten belaufen sich auf ca. 5,1 Millionen Euro. MIMA

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