Bildungszentrum Hofen für Staatspreis nominiert

Vorarlberg / 05.11.2021 • 17:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Bildungszentrum Hofen wurde als ein ambitioniertes Sanierungsprojekt von der Fachjury für den Staatspreis nominiert.<span class="copyright">Hoerbst</span>
Das Bildungszentrum Hofen wurde als ein ambitioniertes Sanierungsprojekt von der Fachjury für den Staatspreis nominiert.Hoerbst

BiZ Hofen in Frastanz ist in der engeren Auswahl für den Staatspreis „Architektur und Nachhaltigkeit“.

frastanz 72 Projekte aus ganz Österreich – vom Schulbau über Wohnanlagen bis hin zum Gewerbebau – haben sich um den renommierten Staatspreis „Architektur und Nachhaltigkeit“ beworben. Die zehn besten Projekte wurden nun von einer unabhängigen sechsköpfigen Jury, die sich aus Experten aus Architektur und Nachhaltigkeit zusammensetzt, nominiert. Auch das Bildungszentrum Hofen darf sich über eine Nominierung freuen.

Das im Jahr 2020 fertiggestellte Frastanzer Bildungszentrum konnte 969 von 1000 möglichen Punkten beim Kommunalgebäudeausweis erreichen. Damit zählt das BiZ Hofen zu den Top 3 der bisher 125 kommunalen Vorzeigebauten in Vorarlberg. Ökologische Höhepunkte sind unter anderem die Beheizung durch das örtliche Biomasse-Fernwärmenetz, die Photovoltaikanlage und die kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Architektur und die nachhaltige Umsetzung des Bauprojekts haben nun auch zur Nominierung für die begehrte Auszeichnung geführt.

„Viel Liebe zum Detail“

In der Wettbewerbs-Beschreibung wird betont, dass nach der Erweiterung des Schulgebäudes Alt- und Neubau eine untrennbare Symbiose miteinander eingehen. Die äußere Erscheinung ist „in einem homogenen Schokoladeton eingefärbt“, im Innenraum kommen teils geölte, teils unbehandelte Fichtenböden zum Einsatz. „Mit viel Liebe zum Detail wurden Möbel, Raumöffnungen und Wegleitsystem gestaltet, wobei die charakteristische Giebelform des Hauses immer wieder als grafische Vorlage dient“, lautet die Projektbeschreibung. Hervorgehoben wird außerdem, dass bei den Baustoffen vor allem regionale Produkte wie etwa Kalkputz zur Verwendung kamen, und auch das „umfassende Produkt- und Chemikalienmanagement“ wird lobend erwähnt.

Nominierung für die Allerbesten

„Die hochwertige Weiterentwicklung des Gebäudebestandes ist ein zentraler Baustein zur Erreichung der nationalen Klimaziele und für eine klimaneutrale Zukunft“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler in einer Aussendung. „Nachhaltige Architektur ist mittlerweile ein fester Bestandteil der heimischen Bau- und Sanierungsprojekte. Sehr erfreulich ist auch wieder die herausragende Qualität der Einreichungen und es gibt dabei immer mehr Sanierungen und Weiterentwicklungen von Bestandsgebäuden“, freut sich die Ministerin. Großes Lob für die Einreichungen kommt auch von Architektin Katharina Bayer, der neuen Vorsitzenden der internationalen Staatspreisjury: „Wir waren beeindruckt von der hohen Qualität und Fülle der Projekteinreichungen. Praktisch aus ganz Österreich und für jede Art von Gebäude bis hin zu ganzen Quartieren wurden tolle Projekte eingereicht, von denen wir die allerbesten für eine Nominierung ausgewählt haben.“

Bekanntgabe im Dezember

Der Staatspreis „Architektur und Nachhaltigkeit“ wird seit dem Jahr 2006 vom Umweltministerium im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv ausgelobt. Die Bekanntgabe der heurigen Preisträger erfolgt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Dezember in Wien.

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