Sicherheitsausbau an der S16 wird fortgesetzt

Vorarlberg / 14.11.2021 • 17:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die bestehende Abfahrtsspur wird künftig Richtung Arlberg weitergezogen und südseitig eine neue Fahrspur zur Abfahrt ins Montafon errichtet.
Die bestehende Abfahrtsspur wird künftig Richtung Arlberg weitergezogen und südseitig eine neue Fahrspur zur Abfahrt ins Montafon errichtet.

Vorbereitende Arbeiten im Bereich Abfahrt Bludenz-Montafon sind angelaufen.

Bludenz Während sich die Arbeiten am Ausbau der Arlbergschnellstraße (S 16) im Bereich Dalaaser Tunnel allmählich auf der Zielgerade befinden, sind die baulichen Maßnahmen rund zehn Kilometer weiter westlich gerade erst angelaufen. Auch im Bereich Bludenz Bings kommt es seitens der Asfinag in den kommenden Jahren zu aufwendigen Bautätigkeiten in Millionenhöhe. Das rund drei Kilometer lange Baulos verläuft von der Abfahrt Bludenz-Montafon bis zum zweispurigen Fahrbereich in Bings. Ziel der Maßnahmen ist es mit einer zusätzlichen Fahrspur in Richtung Arlberg den Verkehrsfluss in die beliebten Tourismusgebiete zu entlasten. Gleichzeitig soll auch der Lärmschutz in diesem Straßenabschnitt verbessert werden.

Neue Abfahrtsbrücke

„Der Sicherheitsausbau wird in zwei Etappen erfolgen“, informiert Asfinag-Bauleiter Andreas Färber beim VN Lokalaugenschein. „Der erste Abschnitt umfasst den Bereich bis zum Kettenanlegeplatz. Die zweite Bauetappe betrifft den Abschnitt ab Bings.“ Im Zuge der Bautätigkeit kommt es unter anderem zur Errichtung einer neuen Abfahrtsbrücke. „Die bestehende Brücke wird künftig als zweite Fahrspur Richtung Arlberg genutzt. Daher ist der südseitige Neubau erforderlich“, informiert Färber. Zudem muss auch über die Montafonerstraße (L 188) ein neues Brückenbauwerk errichtet werden.

Win-Win-Situation

„Weniger Staus, mehr Sicherheit und darüber hinaus noch verbesserter Lärmschutz: Der Sicherheitsausbau der S 16 in diesem Bereich ist eine Win-Win-Situation in vielerlei Hinsicht. Jeder Unfall ist einer zu viel. Wir investieren deswegen hier in die Sicherheit und in die Zukunft der Region“, begründet Andreas Fromm, Geschäftsführer Asfinag Bau Management GmbH, die Millioneninvestition. Ähnlich sieht das der zuständige Verkehrslandesrat Marco Tittler: „Die Maßnahmen der Asfinag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Entlastung des Straßennetzes sind zu begrüßen. Wichtig ist dabei auch, dass über den Winter keine Sperren vorgesehen sind.“

Die Arbeiten im Bachbett der Ill sind bereits angelaufen und werden über den Winter vorangetrieben.<span class="copyright">VN/JS</span>
Die Arbeiten im Bachbett der Ill sind bereits angelaufen und werden über den Winter vorangetrieben.VN/JS

Tatsächlich werden in den nächsten Wochen vorerst die vorbereitenden Maßnahmen im Bachbett der Ill vorangetrieben. So werden die erforderlichen Bauwerke in der Ill über den Winter errichtet und ab dem Sommer 2022 mit dem Brückenbau begonnen. „Rechtzeitig zur Wintersaison 2022/23 soll der Verkehr über die neue Abfahrtsbrücke fließen“, gibt der Bauleiter einen Einblick in den Bauzeitplan. Während der Straßenverkehr weitgehend ungehindert fließen kann, lässt sich eine vorübergehende Sperre der Radwegunterführung nicht verhindern, gibt der Bauleiter an. Als größte Herausforderung bezeichnet Färber die beengten Platzverhältnisse. Neben Wohngebiet und Fluss wird die Baustelle auch durch die Strommasten von oben eingeengt.

Über 30 Millionen Euro

Im Sommer 2022 soll parallel zu den Arbeiten beim Autobahnanschluss auch mit den Arbeiten in Bings gestartet werden, sodass das gesamte Projekt bis Anfang 2023 abgeschlossen werden kann. Die Kosten für den Sicherheitsausbau in diesem Bereich belaufen sich auf über 30 Millionen Euro.

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