Nachhaltige Strategien entwickeln

Vorarlberg / 17.11.2021 • 16:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geschäftsführerin Karen Schillig, Assistentin der Geschäftsführung Elisabeth Bischof-Comploi und Obmann Walter Rauch. <span class="copyright">Heilmann</span>
Geschäftsführerin Karen Schillig, Assistentin der Geschäftsführung Elisabeth Bischof-Comploi und Obmann Walter Rauch. Heilmann

„Du.Ich.Wir. Unsere Region 2022+“ entwarf Ideen für die Leader-Region Vorderland-Walgau-Bludenz.

Rankweil „Gemeinsam gestalten wir unsere Region“ lautete das Motto, unter dem die Leader-Region Vorderland-Walgau-Bludenz (ein Förderprogramm der Europäischen Union) zur Strategieentwicklung ins Vereinshaus Rankweil einlud. Pandemiebedingt etwas weniger Besucher brachten – stellvertretend für die rund 84.600 Einwohnerinnen und Einwohner der 26 beteiligten Gemeinden – dennoch viele spannende Ideen ein, die in die kommende Förderperiode 2023–2027 einfließen sollen.

Vier Arbeitsfelder

In vier Arbeitsfeldern wurden neue Inputs für förderungswürdige Projekte eingebracht: Der Themenkreis 1 – Steigerung der Wertschöpfung – reicht von Wirtschaft und Handwerk bis zum Tourismus. Hier brachten die Arbeitsgruppen zahlreiche interessante Ideen ein: flexibel mietbare Büroräume für Homeoffice, Ein-Personen-Unternehmen oder ähnlich; Schaffung attraktiver Arbeitsplätze in der Nahversorgung und Wertschätzung ländlicher Ausbildung, Einrichtung dezentraler Hotels sowie die Erneuerung der Seilbahn Schnifis.

Im Themenkreis 2 – Natürliche Ressourcen & kulturelles Erbe – wurden ebenso kreative Ideen eingebracht: Von Kulturgutführungen und der Stärkung regionaler Identität bis zur Verjüngung des Walds reichten die Vorschläge. Stefan Su­sana schlug eine Initiative für „Konzerte vor Ort“ vor, um das kulturelle Leben auch in kleinen Gemeinden zu stärken.

Gemeinsam wurden Strategien und Projekte für ...
Gemeinsam wurden Strategien und Projekte für ...
 ... die Leader-Region Vorderland-Walgau-Bludenz diskutiert und entworfen.
... die Leader-Region Vorderland-Walgau-Bludenz diskutiert und entworfen.

Im Themenkreis 3 – Stärkung des Gemeinwohls – wurde die Vereinsförderung angeregt. Viele Vorschläge kamen im Themenkreis 4
– Klimaschutz & Anpassung an Klimawandel. Angeregt wurde u.a. ein Ausbau von Fahrradwegen, da immer mehr Menschen sich für alternative Mobilitätsformen wie das E-Bike entscheiden und auf den schmalen Straßen oft gefährliche Situationen entstünden. Die ÖPNV-Attraktivität solle gesteigert werden. Weitere kreative Einfälle reichten von einem Bachlauf-Projekt bis hin zum Bienenhotel.

Förderungswürdige Projekte können durch Fördergelder zwischen 40 und 80 Prozent unterstützt werden. Bis heute wurden schon 65 Projekte in einem Fördervolumen von 3,1 Millionen Euro umgesetzt. Noch bis 30. November können Ideen für die Leader-Region online unter vorarlberg.mitdenken.online/leader-vwb eingereicht werden. Diese fließen in die „Lokale Entwicklungsstrategie“ hinein.

Hohe Fördergelder

Geschäftsführerin und LeaderManagerin Karen Schillig gab im Rahmen des Abends einen Überblick über die bisherigen Projekte und einen Ausblick auf die kommende Förderperiode. Obmann Walter Rauch bedankte sich für die „engagierte Mitarbeit und die tollen Ergebnisse“. Neben engagierten Bürgern beteiligten sich auch Bürgermeister der Leader-Region, darunter Katharina Wöß-Krall aus Rankweil, Thomas Pinter aus Meiningen, Steve Mayr aus Fraxern, Gerold Mähr aus Düns und Martin Konzett aus Bludesch. Ebenso nahmen Wolfgang Matt aus Feldkirch und Dreiklang-Geschäftsführer Marcus Naumann teil. HE

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